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Beitrag There Will Be Blood

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There Will Be Blood oder: Wenn du gräbst, wird es sprudeln


Es gibt sie immer seltener. Die dramatischen Filme aus Hollywood, die den Zuschauer sofort in Beschlag nehmen, ihn mitleiden lassen und auch nach über zwei Stunden Mitfiebern und Mitleiden noch die Kraft haben, die Geschichte zu einem gelungenen Abschluss zu bringen. Filme, wegen denen man ins Kino rennt. Geschichten, die einen nicht mehr loslassen. Schauspieler, denen man am liebsten bereits nach dem Filmende den Oscar überreichen würde. There will be Blood ist so ein Kandidat, den man sich am besten auf einer grösstmöglichen Leinwand angucken sollte.

Daniel Day-Lewis ist bekannt dafür, dass er für seine Rollen lebt. Er versetzt sich in sie hinein, lebt sie und tut alles, um sie glaubwürdig zu verkörpern. Das ging beispielsweise bei There will be Blood anscheinend soweit, dass er in den Drehpausen in voller Montur joggen ging, um die Figur des Daniel Plainview noch ausgemergelter und erschöpfter darstellen zu können. Genau das ist dieser Charakter nämlich. Getrieben von der Gier nach Öl und der Aussicht auf neue Quellen, "chrampft" sich Plainview durch dieses Epos von Film, ohne das es dem Zuschauer dabei langweilig wird.

Neben dem alles überragenden Daniel Day-Lewis, der für diese Rolle zu Recht mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, hat es fast keinen Platz mehr für seine Co-Stars. Und das obwohl Paul Dano als jugendlicher Prediger ein optimales Gegengewicht zum verknurrten und murmelnden Plainview darstellt. Das Duell dieser beiden Männer ist grossartig in Szene gesetzt und bietet beiden Akteuren genügend Platz, um zu zeigen, was für tolle Leistungen sie hier abliefern.

Zusätzlich zu den beschriebenen Darstellern punktet There will be Blood natürlich auch mit wunderbaren Landschaftsbildern, der dazu passenden Musik und der wirklich spannenden Geschichte, die aber vom Zuschauer auch Konzentration verlangt. Das ist kein Film zum "nebenbei gucken", sondern etwas, auf das man sich einlassen wollen muss. Nur dann kriegt man die ganze Stärke von There will be Blood zu sehen und kann den Film richtig erleben.

Fazit: Ein ganz grosser Film ist's geworden, den Paul Thomas Anderson (Boogie Nights) hier präsentiert. Getragen von hervorragenden Darstellern und umhüllt von toller Musik, mag die schwere, aber faszinierende Geschichte zu überzeugen und hat höchstens mit ein wenig Überlänge zu kämpfen.

Leider sieht's im Bereich der DVD-Extras nicht so rosig aus. Einzig das Feature "15 Minutes Inspiration" hat es auf die vorliegende Scheibe geschafft. Bilder von früher werden kommentiert und mit dem schlussendlichen Film verglichen. Ein bisschen Info, Nostalgie und Lob von allen Seiten. Mehr gibt's da leider nicht zu sehen. Technisch macht There will be Blood einen sehr guten Eindruck. Das Bild ist dunkel, aber klar, und der Ton lässt durch schwere Musik die heimischen Boxen erzittern.

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muri's Wertung: 5.5 Sterne

Einen halben Stern mehr und ich hätte dir ganz recht gegeben!
Wo ist der Film denn deiner Meinung nach überlang?

Ich kann mich nur wiederholen: Ein Meisterwerk, wie man es heute selten im Kino zu sehen bekommt.

psg's Wertung: 6.0 Sterne

nein, also überlang ist der film wirklich nicht, dazu ist der film viel zu dicht und zu präsent. abstriche würde ich vor allem bei Paul Dano machen, der mir absolut nicht gefiel und bei dem ich mich ein paar mal fragte, ob er denn eigentlich weiss was er da tut. Daniel Day-Lewis ist gut, aber er neigt auch hier wieder zur ein oder anderen theatralischen übertreibung...

sonst ist das ein wunderbar gemachter, sehr stimmungsvoller Film.

pb's Wertung: 5.0 Sterne

Naja

Ich habe mich auf den Streifen gefreut. Aber irgendwie deckt der Film meine Erwartungen nur mässig. Das Positive mal vorne Weg. There Will Be Blood unterhaltet 2 1/2 Stunden prächtig. Dies verdankt man vor allem den genialen Landschaftsbildern. Des Weiteren ist die Atmosphäre sehr dicht und der Soundtrack schön anzuhören.

Leider hat es der Film beim schauspielerischen Teil, bei mir, gründlich vermasselt. Zum Beispiel was Paul Dano hier abgeliefert hat, ist doch nur peinlich. Das ständige Overacting raubte mir die ganze Glaubwürdigkeit des Streifens. Auch Day-Lewis spielt immer stark an der Grenze. Bei der Schlussszene muss ich auch Abstriche machen (OVERACTING).

()=()'s Wertung: 4.0 Sterne


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