Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag All the Boys Love Mandy Lane
All the Boys Love Mandy Lane oder: Zum Sterben schön Bereits 2006 wurde All the Boys love Mandy Lane veröffentlicht und schafft den Sprung in unsere Kinos knapp zwei Jahre später doch noch. Auf den ersten Blick hat dieser Film grad gar nichts Aussergewöhnliches zu bieten und reiht sich ein, in die Riege der Teenieslashers, die sich inzwischen so dermassen zu Tode gelaufen haben. Und trotzdem, All the Boys love Mandy Lane wird gelobt, bekommt gute Kritiken und entpuppt sich als recht erfolgreicher Film. Warum bloss? Überraschenderweise lässt sich der Film recht viel Zeit, um die Charaktere ein bisschen näher vorzustellen. So ist dann auch die erste Dreiviertelstunde dem Grüppchen gewidmet, das sich irgendwo in der Provinz ein schönes Wochenende machen will. Wir lernen den Macho kennen, der sich zwar gerne einen blasen lässt, aber bei der Revanche lieber kneift. Oder das Mädel, das gerne ein bisschen beliebter wäre und dies durch freizügige Auftritte zu beschleunigen versucht. Ausserdem taucht ein Farmarbeiter, der das Wochenendhaus verwaltet und den Schülern zu Hilfe eilt. Nach dieser, für einmal etwas längeren, Einführung geht das Metzeln los. Eine Person mit Kapuzenpulli taucht auf und dezimiert die Gruppe relativ zügig. Das macht er teilweise recht brutal und blutig, ist sich aber auch nicht zu schade, einfach nur das Gewehr zu brauchen, um jemanden in den Bauch zu schiessen. Überraschenderweise wird die Identität des Kapuzenmannes bald gelöst, was den Zuschauer zu der Frage hinreissen lassen könnte, was denn genau der Sinn dieses Filmes sein könnte. Diese Frage wird mit einem recht überraschenden Schlusstwist beantwortet. Das verleiht dem dem bislang recht durchschnittlichen, aber recht blutigen Thriller einen Hauch von Unerwartetem und lässt den Kinobesucher auch nach dem Abspann noch über das Geschehende diskutieren. Die Darsteller, allen voran natürlich die schöne Amber Heard, machen ihre Sache recht anständig, allerdings ohne grosse Stricke zu zerreissen. In einem solchen Film darf auch gern mal über irgendwelche schauspielerische Schwächen hinweg geschaut werden. Hauptsache der Bodycount stimmt und die Mordarten sind ausgeklügelt. Hier punktet der Film aber auch nur beschränkt. Fazit: All the Boys love Mandy Lane hat ausser dem unerwarteten Ende nicht viel Neues zu bieten. Die Geschichte wird für einmal langsam und ausführlich erzählt, die Charaktere gehen ein bisschen tiefer als in Genrekollegen und die blutigen Szenen passieren auch mal im hellen Sonnenlicht. Für Fans von Mord und Totschlag sicherlich einen Blick wert. Für diejenigen, die etwas ganz Revolutionäres erwarten, dürfte der Film, trotz der Vorschusslorbeeren, eine kleine Enttäuschung sein. |
All the Boys love Mandy Lane ist endlich mal wieder ne echte Überraschung im Slasher-Genre, ja beinahe richtig alte Schule. Warum zwar alle Boys Mandy Lane lieben ist aber irgendwie nicht klar. Natürlich ist die Mandy Lane ein feuchter Jugend-Traum, ansonten aber will Mandy Lane vom ganzen klischehaften US-High School Leben so gar nichts wissen. Während ihre Kolleginnen mit allem Schlafen was die Schule hergibt, Drogen konsumieren ohne Ende etc. interessiert sich Mandy Lane offenbar für etwas anderes. So fragt man sich auch lange, warum also Mandy sich auf ein Wochenende mit ihren Klassenkompanen einlässt, wo sie doch mit Sex, Alk und Drogen gar nichts am Hut hat. Antwort darauf aber grantiert. So bekommt der Streifen vorallem am Anfang einen Touch eines Jugendramas. So bröckelen im Verlauf des Filmes die einzlenben Fassaden unserer Teenies was den Personnen einen gewissen Tiefgang gibt. So ist dann auch der Prolog des Filmes sehr aussführlich erzählt und teilweise auch etwas langweillig. Imho aber kommt der Film aber schnell wieder zu seinen Wurzeln. Der Ausflug mit der Clique auf eine abgelegene Ranch endet daher auch in einem richtig blutigen Gemtzel, das aber einiges an Überraschung zu bieten hat. Wirklich gefallen tut vorallem die Optik (nein nicht nur Mandy Lane Fazit: All the Boys love Mandy Lane ist ein richtig toller Horrorfilm geworden der mal was anderes zu bieten hat als die durchschnittliche Genre-Slasher-Kost. EDIT: Die Bilder spoilern ein wenig! [Editiert von Chemic am 2008-08-28 15:12:08] |
super soundtrack! dazu werden die teenie charaktere zeimlich gut eingeführt, und man kriegt bei einigen auch noch einen blick hinter das "ich will beliebt sein" getue. aber was den schluss zwist angeht, wtf? Spoiler zum Lesen Text markieren
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Was für eine Wucht von Film! Also um eins klar zu stellen, der Regisseur hat es (meiner Meinung nach) faustdick hinter den Ohren! (obwohl das Drehbuch den Killer früh enttarnt, erfährt man die Absicht hinter seinem Wirken erst am Schluss!...) + 1A Musikuntermalung Spoiler zum Lesen Text markieren
Mandy Lane alias Zuchtstute! Spoiler zum Lesen Text markieren
[Editiert von lutzefutz am 2009-02-05 10:21:54] |
ich meine, was nützt eine amber heard oder stimmungsvolle bilder wenn die story einfach hinten nach hakt? der film hat mich nicht überzeugt. er hat zwar einen etwas anderen touch als alle diese teenie-slasher und das finde ich positiv. aber am schluss geht's dann doch nicht wirklich auf bzw. befriedigt nicht... |
Zitat itsmechris (2009-02-05 09:01:25)
und das schreibt einer, der "i know what you did last summer" und "scream" die volle sternzahl gegeben hat. |
da stehe ich voll dazu. "scream" war für mich die eröffnung oder sozusagen die wiederbelebung dieser teenie-filme. ich finde ihn vom konzept und von der story her sehr interessant. eine gelungene mischung aus trash, spannung und humor. "i know what you did last summer" fand ich vom ansatz her genial. das ist die typische leier, wie diese filme funktionieren müssen. [Editiert von itsmechris am 2009-02-05 10:10:35] |
Zitat itsmechris (2009-02-05 10:08:49)
So what, nur weil Scream das Genre neu belebt hat ist das noch lange kein Grund den Streifen in alle Richtungen zu loben. Es war einfach der erste "moderne" und der wurde dann bis zum geht nicht mehr billig kopiert (wo wir schon bei der I know....Serie sind) Mandy Lane geht da einen völlig anderen Weg. Der Streifen versucht wenigstens dem ganzen Frischfleisch eine Identität zu geben mittels einer Erzählweise wie man sie aus Jugenddramen wie 2:37 oder Kids kennt. Gleiches gilt auch für den Schluss! Dazwischen gibts einen stimmungsvollen Slasher der mal nicht die Gewaltschraube nach oben drehen will und stattdessen lieber mit toller Kameraarbeit und einem genialen Soundtrack versucht das Publkum zu fesseln. Die Story geht definitiv auf, hakt auch nicht und hat zudem keine gravierenden Handlungslücken wie 90% aller Tennie-Slasher im Zuge der Scream-Welle! |
da gebe ich dir recht: "scream" wurde billig kopiert (auch von den 2 anderen teilen) und "I know..." sowieso. ich finde den film nicht nur deshalb grandios, weil er das genre neu belebt hat sondern weil ich die story, die twists und die aufmachung toll finde - UND vorallem die twists. bei den älteren slashers ging's nur ums metzeln und man wusste, wer der killer war. schon nur die ghostface-maske ist genial, der soundtrack, das ganze drum herum. das ist für mich genau so ein pop-kultur-hit wie andere "pulp fiction" als genre-hit und wiedereinführung der expliziten gewalt in filmen bezeichnen. [Editiert von itsmechris am 2009-02-05 10:38:17] |
Na gut ich kann mich den Lobeshymnen nicht zu 100% anschliessen. Das Teil hat eine sehr lange Einführungsphase. Dadurch hat es Levine geschafft den Charakteren viel Tiefe zu geben. Dennoch kommt der Streifen ziemlich zäh, klischeehaft und langweilig vor. Doch kann der Film vorallem in der letzten halbe mächtig aufdrehen. Mit dem Twist hätte ich nie so gerechnet. Des Weiteren hat mir der coole Soundtrack, die stimmungsvollen Bilder und die Atmosphäre sehr gut gefallen. |

