Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Max & Co.
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Es ist schon erstaunlich. Da kriegt eine Filmproduktion aus der Schweiz einen riesigen Batzen Geld zur Verfügung gestellt, und anstatt dass die Macher nun einen richtig geilen Film aus dem Hut zaubern, kommt so ein Chabis wie Max und Co heraus. Die Quittung für dieses Projekt bekamen die Macher an den Schweizer Kinokassen, wo der Film gnadenlos absoff und sich in den ewigen Hitlisten irgendwo zwischen La Tourneuse de Pages und Kung Fu Hustle wieder findet. Doch ist Max und Co wirklich so übel, wie es ihm die Presse anhängte? Jawohl. Es fehlt dem Animationsfilm nicht nur an Witz und Spannung, sondern auch an liebenswerten und sympathischen Figuren. Max und Co arbeitet mit der Stop'n'Go-Methodik, lässt aber jeglichen Vergleich zu ähnlich gemachten Filmen wie Corpse Bride nicht zu, weil es dem Film schlichtweg an Herz und Charme fehlt. Die Story um den Liftmusiker Max, die schöne Katy, den finsteren Rodolfo und die Fliegentätscherfabrik vermag zu keinem Zeitpunkt zu interessieren, geschweige denn schön zu unterhalten. Für die stimmliche Unterstützung wurde einmal mehr in der Schweizer Promiwelt gegraben, jedoch fand man ausser Gilles Tschudi oder Viola Tami keine richtig guten Synchronsprecher. Patrick Venez tönt mit seinem Walliser-Dialekt zwar nett, ist aber für die Zielgruppe des Films (die eher Jüngeren) total falsch besetzt. Warum so ein spezieller Dialekt für die Hauptfigur eines kommerziellen (Kinder-)Filmes genommen wurde, bleibt wohl ewig ein Rätsel. Hätten es die Macher doch nur bei ihrem ursprünglichen Plan belassen, den Film als Kurzanimation an den diversen Festivals zu zeigen, dann wäre die Rechnung eventuell noch aufgegangen. So ist Max und Co ein 76-minütiges Filmchen geworden, das weder lustig noch spannend, geschweige denn lässig ist. Im Gegenteil, der Nervfaktor vergrössert sich mit zunehmender Filmdauer, und wenn sogar die kleinen Mitgucker nach kürzester Zeit nicht mehr schauen wollen, dann verschwindet der Film bald einmal im Niemandsland des Filmarchivs. Die Dokumentationen auf der DVD zu Max und Co sind dagegen bedeutend interessanter geworden. Das Making-Of erstreckt sich über mehrere Kapitel und bringt uns die Arbeit hinter dem Film ein bisschen näher. Auf was wurde bei den Puppen wert gelegt? Wie entsteht ein solcher Animationsfilm? Warum ist die Arbeit nach Beendigung der eigentlichen Dreharbeiten noch lange nicht fertig? All diese Fragen werden in einem interessanten Film beantwortet. Zuzüglich hat die DVD noch eine nette Bildergalerie und natürlich den Trailer zu bieten. Es werden uns die französische und die schweizerdeutsche Fassung angeboten, das jedoch ohne Untertitel. So dass diejenigen, die gerne die Originalversion eines Filmes hören wollen, sich wohl oder übel auf das Schulfranzösisch berufen müssen. |


