Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Parque vía
Parque vía oder: Der alltägliche Wahnsinn von Beto Enrique Rivero verzichtet in seinem Film Parque vía komplett auf einen Soundtrack, und die Dialoge werden auf das absolute Minimum reduziert - damit lässt er vorwiegend die Bilder sprechen. Mit dem monotonen, immer wiederkehrenden Ablauf des Alltags von Beto wird dem Zuschauer die Einsamkeit, in welcher sich der alte Mann befindet, deutlich vermittelt. Zudem zeigt er mit dem Verhältnis zwischen der Lady und dem Angestellten die in Mexiko äusserst ausgeprägte Diskrepanz zwischen Arm und Reich auf. Die Kamera ist stets auf den Fersen von Beto, beim Wischen, beim Schrubben, beim Mähen und beim Fernsehen... manchmal in schier endlosen Einstellungen - ohne dass irgendetwas passiert. Diese unerträgliche Stille und Event-Losigkeit verdeutlichen zwar die Monotonie, in welcher sich Beto befindet, verlangen dem Zuschauer nach einer gewissen Zeit aber doch so einiges an "Ausdauer" ab. Der Film basiert auf der Lebensgeschichte von Nolberto Coria, welcher Beto auch gleich selber verkörpert. Dem Ganzen wurde dann noch etwas Fantasie beigemischt, was schliesslich in einem äusserst skurrilen Schluss des Films endet, welcher ganz und gar nicht zum restlichen Gefüge des Films passt. Alles in allem ein netter Ansatz einer Geschichte, doch in der Umsetzung ein eher missratener Film. |
gerade das ende hat den film gerettet. das ganze dreht sich schliesslich ja um die frage, wie der arme denn weiterleben kann, nachdem das haus verkauft wird... und die lösung, die er für sich selber findet, ist schon ziemlich brilliant! |
Das stimmt. Nur muss man sich zu diesem Ende durchquälen; einige Zuschauer werden es wohl nie erleben... |

