Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag The Jackal
The Jackal oder: Wer trifft zuerst? Frederik Forsyth schrieb 1971 die Geschichte eines Attentäters und dessen Arbeit. Das Buch wurde zum Welterfolg und bereits 1973 unter dem Titel The Day of the Jackal zum ersten Mal verfilmt. 1997 kam mit The Jackal das Hollywood-Remake, in dem sich Bruce Willis und Richard Gere gegenüberstehen, und das mit der Originalgeschichte leider nicht mehr allzu viel gemeinsam hat. Bis zum ersten Aufeinandertreffen der beiden bekannten Stars dauert's dann auch über eine Stunde. Wir sehen die Vorbereitungen des Killers (spannend: Jack Black in einer kleinen Rolle) und die Bemühungen der "guten" Seite, einen ehemaligen Verbrecher ins Team zu holen. Hier bekommt der Film zum ersten Mal Schwierigkeiten, denn so sehr Richard Gere auch der Frauenverführer ist, als Actionheld und Terrorist ist er total fehl besetzt. Das hat wohl auch Bruce Willis zu spüren bekommen, denn die beiden Darsteller hätten sich nach dem Film darauf geeinigt, nicht mehr zusammenzuarbeiten... Die Story, auch wenn sie mit der Originalgeschichte nicht mehr viel zu tun hat, kommt anfänglich recht spannend, interessant und sehr gut inszeniert daher. Vor allem die Vorbereitungen des Killers, seine Verkleidungen und seine Vorgehensweise machen Spass und überbieten die mühseligen Versuche des FBI, ein bisschen Hintergrund in die Geschichte zu bringen. Jedoch spätestens wenn das grosse Finale ansteht, merkt auch der letzte Zuschauer, dass sie dieses total versaut haben. Das passt nicht zum Aufbau des Films und interessiert schlussenldich auch nicht mehr gross, weil unter anderem der Nervfaktor von Richard Gere beinahe unerträglich geworden ist. Seine Verwandlung vom angeblichen Hochsicherheitsrisiko zum netten Iren, dem man auch gerne mal eine Waffe in die Hand drückt, ist lachhaft und unglaubwürdig. Fazit: The Jackal startet stark, lässt dann aber in den letzten Minuten ebenso stark nach. Aus einer richtig spannenden Geschichte wurde ein typischer Hollywood-Actionfilm gemacht, der sich schlussendlich nicht gross von anderen Produktionen unterscheidet. Einzig Bruce Willis und seine Verkörperung des eiskalten Killers heben den Film aus der Masse hervor. Schade, die Originalverfilmung war besser. Und die war schon nicht so gut wie das Buch.... Erfreuliches gibts dafür von der DVD-Ausstattung zu berichten. Zahlreiche Interviews, ein ausführliches Making-Of und sogar "Spoofs" (Filmfehler) wurden da draufgepackt. Zusätzlich kriegt man in einem kleinen Featurette zu sehen, in welche Verkleidungen The Jackal immer wieder schlüpft. Das alles natürlich in Kurzfassung. Das alternative Ende ist unnötig und die Produktionsnotizen kommen auf Texttafeln. Technisch macht die DVD ebenfalls einen überraschend guten Eindruck. Der Ton ist klar und deutlich zu hören und beansprucht die heimischen Boxen bei den lauten Szenen schon ein bisschen. Das Bild kann sich auch sehen lassen, auch wenn der Film teilweise einen sehr dunklen Eindruck macht. |
Bruce Willis macht seine Sache als Killer gut, doch der Film ist primär träge Langeweile. Vor allem hat er den Vogel abgeschossen, als Willis mit einem riesen MG sein Ziel ausschalten will. |
also ich fand den film jetzt nicht soo übel. bruce willis als schakal ist perfekt besetzt. und auch seine vorgehensweise ist intressant. richard gere allerdings hat dermassen von nichts in dem film verloren. da hätte jetzt wircklich jeder andere besser gepasst. wohl auch mit ein grund warum ich es am schluss schade fand dass der schakal seine mission nicht erfolgreich beenden kann |
Die Story ist nicht interessant (schon 100 mal gesehen), die Schauspieler langweilig und Spannung kaum vorhanden. |
Gutes Remake des französischen Action-Thrillers, vorallem aber eine One-Man Show vom blondierten Bruce Willis der als eiskalter Killer mit unzähligen technischen Gimmicks für Laune sorgt. Story ist dürftig aber bis zum etwas langweilligen Showdown in der U-Bahn mag der Streifen zu unterhalten. Und sind wir ehrlich, der Gere wurde gecastet das mit auch ein paar unwissende Frauen ins Kino gelockt werden. Bisschen PR gabs im Film auch noch für den neuen Chrysler Voyager der damals (1997) frisch auf den Markt kam. |
Eine ausgezeichente Filmbeschreibung/Kritik von Muri. Ich habe den Film gleich empfunden. Lustig Bruce Willis in seinem facettenreichen Auftritt zu beobachten. Hat sich Gere etwa auf der Besetzungscouch von dem/der Casting-Director/in in den Film geschlafen ? Einzige rationale Erklärung für seine Rekrutierung in dieses Ensemble. Allgemein eine wie schon mehrfach erwähnt langweilige Umsetzung der Romanvorlage. Ein Film, bei dem heute bei Wiederaufführung in einem Kino kein Mensch hingehen würde. Aber ich bin mir fast sicher, dass er noch lange auf den Kanälen der öffentlichen TV-Anbieter und privaten Netzbetreiber herumgeistern wird. [Editiert von Ozone65 am 2008-08-06 16:48:50] |
Das Original ist wirklich Klasse. |

