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Beitrag Inferno
Inferno oder: Alte Häuser, düstere Mächte Nach seinem Überraschungshit Suspiria, mit dem Regisseur Dario Argento riesige Erfolge feiern konnte und sich definitiv als fähiger Horrorregisseur etablierte, dauerte es drei Jahre, bis der zweite Teil seiner "Three Mothers"-Trilogie in Produktion ging. Die Erwartungen waren natürlich sehr hoch, denn Suspiria hatte ihn als sehr kreativen Regisseur bestätigt, der dem Horror einen völlig neuen Look verpasste. Inferno konnte jedoch den Erwartungen nicht gerecht werden, und es dauerte dann auch bis ins Jahr 2007, bis die Trilogie endlich mit Mother of Tears abgeschlossen wurde. An Inferno ist sicher schon einmal positiv zu verzeichnen, dass endlich ausführliche Hintergrundinformationen über die drei Mütter, ihre lange düstere Geschichte sowie deren Ursprünge geliefert werden. Das fügt sich nahtlos mit der in Suspiria gelegten Basis zusammen und ist auch einer der wenigen, wirklich gelungenen Aspekte des zweiten Teils. Ansonsten kann er in keiner Weise dem Vorgänger das Wasser reichen. Obwohl er natürlich ähnlich solide produziert ist und auch sehr düstere und unheilschwangere Sets bietet, kann er weder den genialen Soundtrack, noch eine interessante Handlung oder eine packende Inszenierung bieten. Fairerweise muss auch erwähnt werden, dass Dario Argento während den Dreharbeiten schwer krank war und vieles aus seinem Krankenbett dirigieren musste, was sich auch klar auf die Qualität ausgewirkt hat. Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte der drei Mütter beginnt jedenfalls die edel inszenierte Langeweile. Während die Schauspieler beim Vorgänger noch sehr gut zu ihren Rollen passten, sind die meisten Darsteller bei Inferno, bis auf vereinzelte, absolut vercastet. Gelangweilt murmeln sie sich durch ihre Zeilen und können in keiner Szene mitreissen, geschweige denn überzeugen. Dazu hapert es auch noch an der äusserst langweiligen Handlung, die zeitweise sehr verkrampft versucht, eine Spannung aufzubauen, dabei aber meistens versagt oder berechenbare Horrorroutine abliefert. Nach kurzer Zeit wird unmotiviert ein Mord an den anderen gereiht. Diese Morde sind zwar recht blutig, aber in den meisten Fällen meilenweit davon entfernt, intensiv zu sein. Schliesslich kann nach einer öden Schnitzeljagd ein durchaus gelungenes Finale geboten werden, das noch die wahre Identität der Mother of Darkness enthüllt, welche bei Inferno die Hauptrolle spielt. Fazit: Inferno ist klar eine Enttäuschung und bietet weder eine packende Handlung noch eine wirklich interessante Story. Die Schauspieler agieren in ihren Rollen äusserst hölzern und können kaum überzeugen. Auch wenn es Mittelteile von Trilogien immer schwer haben, da ihnen ein wirklicher Anfang und ein wirkliches Ende fehlt, ist Inferno klar ein Film, der weder in Sachen Musik noch Spannung packen kann. Unter dem Strich fügt er sich zwar sehr gut in die Mythologie der drei Mütter ein und kann diese auch gekonnt erweitern doch letztendlich kann er sich nur mit der Argento-typischen speziellen Inszenierung aus der Masse herausheben, ansonsten ist aber alles langweiliger Durchschnitt. Die DVD "enttäuscht" in Sachen Bildqualität, denn diese ist äusserst körnig und zeitweise auch unscharf. Doch wenn man bedenkt, dass der Film 1980 entstanden ist, ist die Qualität durchaus in Ordnung. Das Bonusmaterial fällt hingegen äusserst dürftig aus und beschränkt sich auf Interviews mit Dario Argento und einige Trailers. Schade. |
Meine Lieblingsfilme von Argento sind Tenebre und Phenomena, auch Suspiria ist gut, aber der hier ging mir irgendwie vorbei. |
Yep, geht mir ähnlich. |

