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Beitrag Michael Clayton

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Michael Clayton oder: What else?


Der Thriller führt ein Leben im filmischen Auf und Ab. Vielfacht werden Geschichten als spannend angepriesen, entpuppen sich dann aber als Schlaftabletten. Mit Michael Clayton kam dann wieder einmal ein Film zu uns, der diesen Kreis durchbrechen konnte und nicht nur eine spannende Geschichte, sondern auch überzeugende Darsteller zu bieten hatte. Das dachten auch die Menschen der Academy und verliehen Tilda Swinton ein goldenes Männchen für ihre Leistung als "beste Nebendarstellerin".

Mittendrin in der Geschichte um Loyalität, Firmen mit Dreck am Stecken und durchdrehenden Anwälten begegnen wir George Clooney. Der Kerl wird scheinbar mit jedem "ernsteren" Film besser und hat sich inzwischen vom Schönling zum überzeugenden Darsteller gemausert. Er spielt Michael Clayton, der als Ausputzer einer grossen Anwaltsfirma sich plötzlich zwischen den Fronten sieht. Einerseits sagt ihm der gesunde Menschenverstand, sich auf die vermeintlich gute Seite zu stellen, allerdings wird er auch von der knallharten Rechtsanwältin Tilda Swinton gejagt.

Michael Clayton ist ein Film geworden, bei dem das Popcorn schön beseite gelassen werden soll und der die volle Aufmerksamkeit des Zuschauers erfordert. Die Geschichte ist verstrickt, zeitweise unübersichtlich, aber immer immens spannend. Das ist aber gleichzeitig auch sein "Problem". Denn wer nicht optimal konzentriert an diesen Film herangeht, wird später vollends den Faden verlieren. Und diesen Zustand über knapp 120 Minuten zu behalten, ist schon eine kleine Kunst.

Fazit: Michael Clayton ist hochstehendes und intelligentes Kino, das ausserdem noch spannend und interessant ist. Definitiv kein Film für diejenigen, die an einem Sonntag-Abend leichte Unterhaltung suchen und sich von George Clooney ein paar schmachtende Blicke von dem Bildschirm erhoffen. Ausserdem sehen wir den erst kürzlich verstorbenen Sydney Pollack in einer seiner letzten Filmrollen.

Die DVD hat leider nur ein "Pro7-Making-Of" zu bieten, was inhaltlich leider gar nichts Neues an den Tag bringt. Aber hauptsache, George Clooney ist zu sehen. Die zusätzlichen Szenen sind mit optionalem Kommentar ausgerüstet und wer Lust hat, darf sogar Darstellerinfos ab Texttafeln lesen. Irgendwie halt schon nicht so richtig optimal, so eine Ausstattung der DVD. Dafür ist sie in technischer Hinsicht sehr gut. Ton und Bild sind wie gewohnt klar und deutlich und hinterlassen einen sehr guten Eindruck.

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muri's Wertung: 4.5 Sterne

Zitat muri (2008-07-13 15:35:00)

Die Geschichte ist verstrickt, zeitweise unübersichtlich, aber immer immens spannend. Das ist aber gleichzeitig auch sein "Problem". Denn wer nicht optimal konzentriert an diesen Film herangeht, wird später vollends den Faden verlieren.


Da kann ich nicht zustimmen. Natürlich ist der Film vor allem am Anfang sehr verwirrend und undurchsichtig (genau das liebe ich ja an ihm), aber gegen Schluss entpuppt sich die Geschichte doch als relativ simpel, bzw die Sache wird relativ verständlich. Klar, es bleibt trotzdem eine Sache für Filmkritiker und Kohorte. ;)

jon's Wertung: 6.0 Sterne

Michael Clayton gehört zu den Filmen, die mir richtig Spass bereitet haben, die ich grossartig finde - aber auch zu den Filmen, die ich nicht ohne weiteres weiterempfehlen würde.
Aber diese Filme sind mir die Liebsten: Filme deren Erlebnis und deren Faszination einem sehr persönlich treffen - ohne sich im kollektiven Rückhalt zu wissen.
Was für eine ruhige und schöne Geschichte. Was für tolle Bilder. Was für eine grossartige Musik. Was für ein grandioses Spiel aller Beteiligten (den Sohn übersehe ich in meiner Überschwänglichkeit grosszügig).
Unbedingt ansehen und ihn lieben - oder sich halt langweilen, aber ein Versuch ist es allemal wert - alleine der Bilder wegen.

Thomas Meier's Wertung: 5.0 Sterne

sehr überzeugender jus-film und ein ganz ganz starker George Clooney.

pb's Wertung: 5.0 Sterne

Top-Streifen, das beste was heuer über die Leinwand flimmerte und auf einen Silberling gepresst wurde.

Chemic's Wertung: 6.0 Sterne

Das Ding muss wohl damals an mir vorbeigegangen sein.
Ansich sehr gut, aber nach ner halben Stunde schaute ich schon mal auf die Uhr (minus 1 Stärnli) und das Gelaber des durchdrehenden Anwalts ging mir auf den Geist.(minus noch ein Stärnli)

euros' Wertung: 4.0 Sterne


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