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Beitrag Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street
Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street oder: Ein buntes, fröhliches Kindermärchen Musicals - Man stempelt sie prinzipiell ab oder man liebt sie. Nur sehr wenige Leute wagen erst mal individuell den Blick, um bei dieser Gattung Film zu werten. Trotzdem spielte der Film in Amerika fast 53 Millionen Dollar ein, ein sehr beachtlicher Erfolg, der sicherlich nicht zuletzt mit Johnny Depp zusammenhängt. Ob dieser Erfolg allerdings gerechtfertigt ist, bleibe vorerst im Raume stehen. Was als Erstes ins Auge sticht, ist die durchs Band bläuliche, düstere und blasse Farbe, die genial gemacht ist und dem Film genau das düstere Ambiente verleiht, das er braucht und das auf der Bühne nie möglich gewesen wäre. Inmitten dieses Blaus treffen wir einen Johnny Depp, der noch am ehesten mit einer männlichen Cruella de Vil zu vergleichen ist. Er redet sich, eher als dass er singen würde, mit einer hundeähnlichen Bellstimme durch das Musical. Man fragt sich deshalb, ob es nicht besser gewesen wäre, für einmal einen anderen zu besetzen, der stimmlich auch etwas mehr bieten kann als den Durchschnitt. Das A und O eines Musicals - die ins Ohr gehenden Melodien und Texte - wirken in Sweeney Todd leider verdammt willkürlich. Es sind beliebig aneinandergereihte Wörter und Rhythmen, die aus den immer gleichen Akkorden zusammengesetzt wurden. Leider hat auch der Soundmixer nicht gerade die Leistung des Jahres erbracht, weshalb die gesprochenen Parts jeweils viel zu leise sind, wenn man sie mit den Liedern vergleicht. Die Mord- und Schlitzszenen sehen sehr unecht aus, was vom Hören und Sagen her absichtlich so gemacht wurde, damit das Ganze nicht zu grausam ist. Nur, muss man sich dann fragen, waren all die Liter, von weitem schon als Kunstblut identifizierbar, wirklich nötig, wenn alles bloss wie eine Parodie aussieht? Auch die Geschichte kippt von einem originellen und düsteren Sinnen nach Rache in eine lächerliche und ungerichtete Massenmordung. Wie ein Irrer werkelt Depp 112 Minuten lang mit dem stets gleichen Ausdruck auf der Leinwand rum, für seine Verhältnisse eine schwache Leistung. Auch die für eine DVD nötigen aussagekräftigen und interessanten Extras sucht man vergeblich. Fazit: Eine schlechte One-Man-Show von Johnny Depp, bei der die übrigen Charaktere untergehen, aber sicher ein geeigneter Film für Halloween. |
Zu diesem Thema wurden insgesamt 18 Beiträge geschrieben.
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*huch* mir hat der Film extrem gut gefallen und auch Depps Stimme passt IMO toll zum ganzen Film. Auch die Tatsache, dass es ein Grusical ist und man die Sonne kaum sieht, die fröhlich tanzenden Menschen beiseite lässt und das Ganze recht makaber aufzieht, fand ich sehr gut. Ich weiss natürlich (noch) nicht, ob die DVD verschnitten ist, aber mir ist damals beim Kinofilm nicht gross was aufgefallen, das gestört hätte. Oder ich war so in der Story drin, dass ichs nicht gemerkt habe. Kann natürlich sein. Ich freu mich drauf, die DVD dazu zu gucken... |
tja was soll man sagen? ich liebe es johnny depp steckt die typen die das musical auf der bühne singen locker in die tasche (schon ein paar angesehen) ein grossartiger Film und wenn man den kleinen Horror einschlag verkraften kann ein Muss fürs filmregal ^^ |
Peter Ustinov in Quo Vadis? beim Anblick der singenden Christen: "More singing?!" [Editiert von El Chupanebrey am 2008-07-25 12:50:11] |
das beste musical seit Nightmare Before Christmas! schöööön schaurig blutrünstig. ich geh jetzt ein paar fleischpasteten kaufen zum znüni... |
Zitat muri (2008-07-11 15:27:09)
absolut. deep singt toll, das hat er schon in corpse bride sehr gut gemacht - und ich bin wirklich kein deep fan. |
Zitat pb (2008-08-12 08:29:10)
deep??? wer ist denn deep? |
I refus to call him "Depp"! oh mann, ich werde alt. |
Mich hat der ganze Singsang nicht so richtig überzeugt ... |
Zitat euros (2008-08-12 12:08:36)
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Zitat euros (2008-08-12 12:08:36)
naja, es ist halt ein Grusical, da wird gesungen... und das ist fein gemacht. |
So endlich habe ich den Streifen auch mal gesehen. Wollte den Film eigentlich schon im Kino begutachten. Aber als ich gehört habe, dass es ein Musical ist änderte ich meine Pläne. Ich habe noch nie etwas von dem Herrn Todd gehört. Musical sind nicht so mein Ding. Sweeney Todd konnte im Pluspunktbereich genau dass erfüllen was ich erwartete. Sehr düstere Atmosphäre, tolle Kostüme und guten Schauspielern. Doch leider war da das viele Gesinge. Was für mich den Film immer wieder abbremste. Ich kann aber diese hohe Wertung verstehen und warum er so gut sein soll. |
Zitat kat (2008-07-11 13:11:00)
ansonsten: bisschen viel gesang, aber fantastisch stimmungsvoll (burton halt), depp & bonham carter mit viel verve und eine bitterböse story... hat mir gefallen. |
wie weiter oben geschrieben bin ich gleicher meinung. wer depp hier eine schlechte stimme attestiert, braucht dringend musikunterricht! |
Zitat pb (2008-08-12 08:29:10)
habe "corpse bride" nicht gesehen, aber offenbar singt dort nicht depp... könnte danny elfman himself sein... |
nein, du irrst dich garga, in corpse bride singt danny elfman den bonejangles. depp gibt Victor Van Dort. Aber Danny Elfman singt in Nightmare Before Christmas den Jack Skellington, während Chris Sarandon ihm die gesprochene Stimme leiht. |
Zitat pb (2008-11-03 18:07:02)
ehrlich: depp singt nicht selber in corpse bride.
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hm... jetzt bin ich wirklich verwirrt. ich muss mal auf der CD nachgucken. |


