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Azur et Asmar oder: Blondie und Brownie unterwegs


Vorneweg sei gesagt, dass Azur et Asmar sehr hässlich gezeichnet ist. Die Gesichter sind ausdrucks- und emotionslos, die zweidimensionalen Menschen sehen bereits aus wie tot. Im Zeitalter von Pixar und Co. ist das ohne weiteres als Schande zu betiteln.

Ungeschickt gewählt ist auch der Sprecher von Azur, seine Stimme ist quiekig, nervig und erinnert - auch in erwachsenen Jahren - an ein Kleinkind, das in der Dauertrotzphase steckt. Die langsame, dümmliche Aussprache ist dann noch das Tüpfelchen auf dem i.

Schwierig ist auch, den Film einzuordnen. Ist es denn nun ein Märchen, ein Kinderfilm, ein lehrreicher Zeichentrickfilm für Erwachsene? Die Macher haben ein zu breites Zielpublikum gewählt, weshalb das meiste zwar ok ist, aber gewisse Dinge vor den Kopf stossen. Es verwundert also nicht, dass da einerseits Menschen mit Hunden um Kadaver streiten und Rassismus vorhanden ist, andererseits Fabelwesen herumschwirren und eine "Everythings is possible"-Mentalität herrscht. Dazu gehört auch das so märchentypische Zufallsprinzip: Azur strandet in einem fernen Land, was findet er in der ersten Stadt, in die er kommt? Seine alte Amme! Tausende haben schon versucht die Dschinnenfee zu finden, aber natürlich gelingt es erst unseren Helden.

Das angebliche Hauptthema der Geschichte, die Suche nach der Fee, beschränkt sich dann bloss auf die letzte halbe Stunde der Laufzeit. Dadurch wirkt sie gedrängt, uninteressant und verläuft viel zu reibungslos. Die Prioritäten anders zu setzen hätte geholfen.

Besonders störend auch: Der Film besteht in seiner ersten Hälfte fast ausschliesslich daraus, dass über die arabische Kultur hergezogen wird. Darüber vermag auch die klischeehafte Rassenmischung am Schluss nicht hinwegzutrösten.

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kat's Wertung: 3 Sterne


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