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Beitrag Star Trek: Generations

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Star Trek: Generations oder: They say time is the fire in which we burn...


Mit Star Trek 6 wurde ein Kapitel abgeschlossen, in dem Star Trek primär ein Synonym für James T. Kirk und seine Crew war. Diese Dominierung durch Kirk war auch einer der Gründe, weshalb es die neu geschaffene TV-Serie Star Trek: The Next Generation so schwer hatte, sich in den Anfangsphasen durchzusetzen. Im Verlauf ihrer siebenjährigen Laufzeit konnte sie sich aber etablieren. Während aber Gene Roddenberry - der Schöpfer von Star Trek - in der TV-Serie noch mitarbeitete, entstanden Star Trek 7 sowie alle folgenden Serien und Kinofilme ohne sein Mitwirken, denn er ist kurz nach Abschluss von Star Trek 6 gestorben.

Star Trek Generations oder Treffen der Generationen - wie der deutsche Titel etwas holprig heisst - trifft den Nagel genau auf den Kopf. Es ist die grosse Fackelübergabe von James T. Kirk an Jean-Luc Picard und seine Crew. Wie schon damals bei The Motion Picture gelingt aber der Übergang vom Alten ins Neue nicht wirklich gut. Während man sich in den ersten Minuten auf der Enterprise B noch wie zu Hause fühlt, ist man nach dem Zeitsprung plötzlich zu Gast an einem Ort, den man eigentlich kennen sollte, doch vieles wirkt fremd, steif unausgereift und unfertig. So trägt man wieder die lächerlichen "Pijama"-Uniformen, welche seit The Motion Picture nicht mehr auf der grossen Leinwand zu sehen waren und ausser einigen Anpassungen und Erweiterungen an den Sets wurde am Konzept der TV-Serie kaum etwas verändert. Diese wenigen Veränderungen und die doch sehr konstruierte Story sind klare Hinweise darauf, dass zu dem Zeitpunkt Brannon Braga wie auch Rick Berman mit dem Kinofilm überfordert waren und schlichtweg noch nicht wussten, welche Anforderungen ein solcher an ein Drehbuch stellt. Daher kann man Star Trek Generations getrost mit den ersten Schritten eines Kindes vergleichen, das sich bis jetzt im TV ausgetobt hat aber mit der grossen Leinwand nicht klar kam.

Rein von der Handlung her beginnt Star Trek Generations eigentlich recht gut. Die Veteranen Kirk, Scotty und Chekov werden aus dem Ruhestand geholt, um die Enterprise B auf ihrem ersten Flug zu begleiten. Es ist köstlich zu beobachten, wie Kirk wieder auf der Enterprise-Brücke ist und Scotty ihn richtig zurückhalten muss, als er dem völlig unfähigen Captain zuschaut. Hier hat Generations klar seine stärksten Momente, welche nochmals die guten alten Zeiten aufleben lassen. Doch dann kommt der grosse Zeitsprung, die Schauspieler der neuen Generation übernehmen, und ab da geht's bergab. Es wird mehr und mehr deutlich, dass die Verantwortlichen zuviel bieten wollten, und während die Vorgänger klare Themen gehabt und diese auch sehr gut behandelt hatten, versucht Generations zu viele miteinander zu kombinieren. So verrennt sich die Story immer mehr, benutzt Data als Pausenclown und lullt den Zuschauer mit Gerede über einen mysteriösen Nexus ein. Wenn dann noch Captain Picard gegen Soran boxen muss und sich im letzten Drittel einen Grossteil der Handlung nochmals wiederholt, hat der Generations den Zuschauer definitiv verloren.

Fazit: Obwohl Generations sehr gut produziert ist und mit der Zerstörung der Enterprise D auch eine der visuell stärksten Szenen der ganzen Saga bietet, ist er qualitativ auf der gleichen Stufe wie The Motion Picture und Star Trek 5, welche alle zwar gute Ansätze hatten, diese aber falsch nutzten und dabei versagten, eine wirklich gute Geschichte zu erzählen. Über die Laufzeit werden zu viele Subplots miteinander kombiniert, welche sich aber nicht ergänzen sondern sich einfach im Weg stehen und mit der spannungsarmen Handlung kaum packen können. Daran können auch die Klingonen nichts ändern, welche wie schon in einigen Vorgängerfilmen, überflüssigerweise in die Handlung geschrieben worden sind und die völlig oberflächliche Bösewichtrolle verkörpern müssen. Für Komplettisten und Fans der The Next Generation Serie ist Generations sicher einen Blick wert, doch ansonsten muss man ihn nicht gesehen haben. Da kann auch der geniale Soundtrack von Dennis McCarthy nichts ändern.

Die DVD bietet in der Special Editon den Film in sehr guter Qualität und überzeugt auch in Sachen Ton und Bild. Die Bonusmaterialen bietet wieder einmal alles, was das Herz eines Fans begehrt. Neben mehreren grossen Dokumentationen über die eigentlichen Produktion wird primär der Übergang und die Einführung der neuen Generation thematisiert. Ohne auf jede einzelne Dokumentation einzeln einzugehen, ist jede zu empfehlen. Besonders der Audiokommentar von Brannon Braga ist ein Ohr wert, denn da gibt Braga offen zu, dass er vom Kinofilm doch etwas überfordert war und was er alles falsch gemacht hatte.

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db's Wertung: 3 Sterne


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