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Beitrag Star Trek II: The Wrath of Khan
Star Trek II: The Wrath of Khan oder: Gewisse Dinge will man nicht wieder finden Nach dem doch ordentlichen finanziellen Erfolg von Star Trek: The Motion Picture, war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Nachfolger produziert werden sollte. Doch das Debakel während der Produktion des ersten grossen Kinofilms hatte tiefe Spuren innerhalb von Paramount hinterlassen und sorgte auch für grosse Veränderungen. Gene Roddenberry, der Schöpfer von Star Trek, wurde zum Berater degradiert, denn er hatte beim ersten Kinofilm zu viele Drehbuchänderungen gefordert, und Leonard Nimoy (Mr. Spock) wollte gar nichts mehr mit der Weltraumsaga zu tun haben. Erst nach mehreren Bearbeitungen des Drehbuchs und viel Überzeugungsarbeit konnte er schliesslich nochmals für die Rolle verpflichtet werden. The Motion Picture hatte viele Schwächen und wirkte nicht nur von der Geschichte her, sondern auch von der Erzählweise und dem Look sehr unausgereift. Rückblickend wird es deutlich, dass damals nur das Konzept einer bedingt ausgearbeiteten TV-Serie abgeliefert wurde, welches in der Produktion zwar spektakulär aussah, aber sich schlecht für einen Kinofilm eignete. Deshalb wurden für The Wrath of Khan der Look und das ganze Konzept des Filmes generalüberholt. Erst jetzt fanden sie nicht nur die Qualitäten der originalen Serie wieder, sie ebneten gleichzeitig auch den Weg in eine völlig neue Generation von Star Trek, welche auch überzeugen und begeistern konnte. Während im Vorgänger primär auf Effekthascherei gesetzt wurde - etwas was bei Star Trek nie gross geschrieben wurde - kehrten sie in The Wrath of Khan wieder zu einer charakterbasierten Story zurück, welche von der Chemie und dem Schalk der Crewmitglieder lebte und neben witzigen Dialogen auch die Wissenschaft und die positive Botschaft von Star Trek wieder enthielt. In Star Trek 2 wurden dann auch die neuen roten Uniformen der Sternenflotte etabliert, welche auch eine militärische Rangordnung besassen und den Offizieren auch viel mehr Glaubwürdigkeit verliehen als die Pijama-Uniformen vom ersten Kinofilm. Der junge Regisseur Nicholas Meyer hatte mit The Wrath of Khan sein Star Trek Debut und sollte mit The Undiscovered Country noch eine weitere Perle abliefern. Beim zweiten Kinofilm ging es aber erstmals darum, das nachzuholen, was im ersten Teil nicht erreicht wurde: Die ganze Crew wieder zusammen zu führen und auch Neuzugänge, wie die Vulkanierin Lt. Saavik und Carol Marcus, sowie Kirks Sohn David Marcus vorzustellen. Dabei wird auch verdeutlicht, dass die alten Haudegen sich langsam dem Ende ihrer Mission nähern und sich zunehmend das Alter bemerkbar macht. Doch dies ermöglicht auch absolut zynische und von Selbstironie triefende Dialoge zwischen Kirk und Pille, welche vom logischen Gefrotzel von Spock ergänzt werden, was wiederum zu hitzigen Diskussionen zwischen Spock und Pille führt. In solchen Szenen kommt einfach diese Nostalgie auf, die einem an die TV-Serie erinnert und warum Star Trek überhaupt so zu einem Kult geworden ist. Die Story selber ist klar das erste Kapitel eines grossen Handlungsbogens, der später beinahe nahtlos in Star Trek 3 und Star Trek 6 fortgesetzt wird. Das erste Kapitel dreht sich primär um die Figur Kahn (Ricardo Montalban), welche Kirk in einer Episode der TV-Serie auf einem Planeten ausgesetzt hatte. Dies wird mit familiären Problemen, einem ehrgeizigen aber gefährlichen Experiment und einer Rache kombiniert, welche dann zu spektakulär inszenierten Weltraumschlachten führt. So wird die recht lineare Story spannungsgeladen vorantreiben und kann auch einige Überraschungen bieten. Obwohl der grosse Abschlusskampf dann doch etwas abrupt kommt, kann der Film mit einem Ende abgeschlossen werden, welches besser nicht hätte sein können und den Zuschauer richtig zufrieden zurücklässt. Fazit: Nach dem misslungenen Auftakt haben die Verantwortlichen wieder zu den altbewährten Werten von Star Trek zurück gefunden und anstatt auf viel Effekthascherei wird jetzt auf Familie, gute Dialoge und gute Charaktere gesetzt. Eine sympathische Crew, eine Story welche sehr gut ins Star Trek Universum passt und alte verbrauchte Haudegen, die zwischen Alterssichtigkeit und Altersdeprimiertheit immer noch grosse Gefechte schlagen müssen, machen die gelungene Mischung aus. Ein grossartig spielender Gegenpart in Form von Kahn macht The Wrath of Khan zu einem grossen Kinoerlebnis, welches erstmals wirklich die Qualitäten von Star Trek auf die grosse Leinwand bringen konnte und auch die Messlatte und das Fundament für die kommenden Filme legte. Die DVD hat trotz der Special Edition deutlich mit dem Alter des Filmes zu kämpfen. Besonders die Tonspur hätten sie etwas auffrischen sollen, denn von Szene zu Szene tönen die Stimmen anders, und die Lautstärke verschieden. Das Bild ist an sich ganz in Ordnung, hat aber viel Schnee und könnte zwischendurch schärfer sein. Das Bonusmaterial hingegen ist über alle Zweifel erhaben. Obwohl es nur sehr wenige Einblicke in die eigentlichen Dreharbeiten gibt, gibt es unzählige Interviews und Dokumentationen über die Entstehung des Filmes und wie und weshalb The Wrath of Khan entstanden ist. Sehr zu empfehlen. Trailer, Audiokommentare und nicht verwendete Szenen runden das Paket ab. |
Finde den 2.Teil (der alten Generation) am Besten. Dies lag vorallem an den starken Bösewichten und dem guten Unterhaltungswert. |
Das Krabbelviech fand ich spitze! |

