Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag The Cottage
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Wir alle erinnern uns noch mit einem Schmunzeln auf den Lippen an Severance. Das schwarzhumorige, englische Filmchen über Mord und Totschlag konnte 2006 positiv überraschen und bot dem Zuschauer einen hervorragenden Mix zwischen Komödie und Metzgerei. The Cottage geht einen ähnlichen Weg. Regisseur Paul Andrew Williams schafft den Spagat zwischen dummem Witz, schwarzem Humor und knallharten Horrorszenen nahezu optimal. Vielfach bleibt dem Zuschauer das Lachen im Hals stecken, wenn Brutalitäten und Gelächter sich vereinen. Es dauert ein bisschen, bis The Cottage zum Laufen kommt. Erstmal werden die Hauptfiguren vorgestellt, der Witz überwiegt, und auch wenn das Brüderpaar eigentlich einen sympathischen Eindruck macht, so sind sie doch die Bösewichte, die einen Menschen entführt haben. Nach der Hälfte des Films (ähnlich dem Genrewechsel von From Dusk Till Dawn) wird dann die Horrorschraube angezogen. Da machen wir auch die Bekanntschaft des "Farmers", der zwar charakterlich grausig an der Oberfläche bleibt, aber mit seiner verzerrten Fratze und dem Hackebeil für Spannung und einen Blutrausch sorgt. Die zweite Halbzeit ist dann ein schön buntes Gemisch und fährt mit einigen knallharten Szenen auf. Abgehackte Körperteile, ein Beil im Gesicht und der Angriff todbringender Motten (jetzt hört schon auf zu lachen...) wechseln sich ab mit weiterhin dummen Sprüchen und herrlichen Kommentaren. So muss ein englischer Horrorfilm sein, dann gefällts den Fans. Andy Serkis ist natürlich weltbekannt geworden, als er die Kreatur "Gollum" für The Lord of the Rings 3 mimte und auch für King Kong das Special-Effects-Kostüm anzog. Inzwischen hat er aber auch in "normalen" Rollen überzeugen können, was Filme wie The Prestige oder der kommende Inkheart beweisen. Ausserdem soll er "Captain Haddock" in Tintin spielen. An seiner Seite spielt Reece Shearsmith, den wir vielleicht noch aus Shaun of the Dead kennen. Er macht sonst viel fürs britische Fernsehen und hat in The Cottage enorm viele Lacher auf seiner Seite. Fazit: Neben all den tollen englischen Darstellern und dem britischen (recht makaberen) Humor überzeugt The Cottage auch durch seine Brutalitäten. Die sind zwar heftig deftig, werden einem aber nicht so permanent um die Ohren geschlagen, wie das bei den aktuellen Gewaltpornos der Fall ist. Wenn immer möglich, MUSS man diesen Film in der Originalfassung gucken, denn nur da kommen die Fluchwörter und die Beschimpfungen so richtig gut zur Geltung. Denn wer dachte, blonde Geiseln wären auf den Mund gefallen und würden sich von Entführern einschüchtern lassen, der sollte sich diesen Film unbedingt genauer ansehen. |

