Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Sleuth
Sleuth oder: 2 Stars - 1 Spiel 1972 spielte Michael Caine in einem Kammerspiel mit, in dem er einen jungen Liebhaber mimte, der den Ehemann seiner Herzdame in ein tödliches Spiel verwickelte. Jetzt, 36 Jahre später, bekommt Sleuth eine Neufassung. Und wieder spielt Michael Caine eine der Hauptrollen. Für den jungen Liebhaber hats nicht mehr gereicht und drum gibt er uns den älteren Gatten, der sich und den Konkurrenten in ein perfides Katz- und Mausspiel einlässt. Und was als Spiel beginnt, wird bald tödlicher Ernst. Sleuth kommt unter der Regie von Kenneth Brannagh als Zweimann-Stück daher. Michael Caine gegen Jude Law. Alt gegen Jung. Und beide beginnen bald mit Spielchen, um dem jeweils anderen zu beweisen, wie überlegen sie doch selber sind. Das macht vor allem zu Beginn deftig Spass, weil die beiden Darsteller sich gegenseitig hervorragend ergänzen und sich zu Höchstleistungen antreiben. Vor allem Jude Law hat man lange nicht mehr so überzeugend gesehen. Das Problem bei solchen Filmen, in denen nur zwei Figuren vorkommen, ist ganz klar, dass sich bald mal eine gewisse Sättigung beim Zuschauer einstellt. Klar, die Spielchen sind verzwickt, die Charaktere interessant, aber irgendwann hat man dann einfach genug davon gesehen, wie sich zwei Gockel bekämpfen, der Vorteil hin und her geht und man als Zuschauer nicht weiss, was jetzt genau gespielt und was Absicht ist. Fazit: Schauspielerisch überragend und inhaltlich mit einiger Mühe gegen Ende, vermag Sleuth überwiegend zu überzeugen und zu gefallen. Die beiden Hauptdarsteller sind exzellent, schenken sich nichts und der Zuschauer bekommt einige Facetten der beiden Herren geboten. Die Charaktere sprechen im Film von einem Tennismatch, der nun entschieden werden soll. Genau daraus bezieht der Film seine Spannung, die es aber fast unmöglich macht, diesen Film dann ein zweites Mal zu schauen. Natürlich wird in den DVD-Extras Bezug zum Originalfilm aus dem Jahr 1972 genommen und vor allem Michael Caine erinnert sich gut daran. Überhaupt, das Making-Of ist recht interessant geworden und zeigt auch, dass sich beispielsweise Jude Law nicht nur fürs Agieren vor der Kamera, sondern auch für die Arbeit dahinter begeistern kann. Die "B-Roll" (Kamera hinter der Kamera) ist einmal mehr interessant und der Bericht über das Make-Up des Polizisten füllt ebenfalls ein kleines Bonus-Feature. Das Bild wurde schön sauber transferiert, dafür scheint der Ton ein bisschen leise zu sein. Auf alle Fälle musste ich den Lautstärkenregler ungewöhnlich hoch einstellen. |


