Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Things We Lost in the Fire
Things We Lost in the Fire oder: Catwoman meets Wolfman Was ein Oscargewinn für Auswirkungen auf die Filmkarriere haben kann, beweist uns Halle Berry seit Jahren. Nach Monsters Ball spielte sie in Schnarchnasen wie Catwoman oder Die Another Day und ehrlich gesagt überzeugte keiner ihrer Filme, X-Men 2 mal ausgenommen. Jetzt drückt die Schöne auf die Tränendrüse und jammert sich in Things we lost in the Fire wieder in Richtung "seriöses" Kino. Der Film selber ist in den USA ziemlich gefloppt. Und das mit Recht. Eine kleine Überraschung gibt es gleich am Anfang des Films zu sehen. "Fox Mulder" David Duchovny gibt den Ehemann von Halle Berry recht anständig, auch wenn es noch immer ziemlich gewöhnungsbedürftig ist, den ehemaligen FBI-Agenten als Liebhaber zu sehen. Seine Auftritte werden immer wieder eingeschoben, so dass leider der Filmfluss ein bisschen gestört wird. Es geht hin und zurück, von der Beerdigung zum Tod, dann wieder rückwärts und so weiter. Schwierig zu folgen ist der Geschichte deswegen nicht, da die Macher penibel darauf geachtet haben, diese Übergänge so klar und deutlich wie möglich zu machen. Halle Berry spielt ihre Rolle einen grossen Teil des Filmes mit Tränen in den dunklen Augen und versucht so, die Trauer ihrer Filmfigur deutlich zu machen. Das übertreibt sie teilweise ein bisschen, darf aber endlich mal wieder etwas mehr zeigen als nur rumzufliegen oder schön auszusehen. Gegen ihren Filmpartner ist sie allerdings chancenlos. Benicio del Toro (The Usual Suspects, Snatch) liefert eine sehr überzeugende Vorstellung ab. Er lässt seinen Charakter auch in Anzug und "ernsten" Situationen stets ein bisschen bekifft durch die Gegend blicken und sein Nuscheln passt hervorragend zur Filmfigur. Things we lost in the Fire ist ein deprimierender Film über die Verarbeitung von Trauer und Problemen. Gut gespielt von beiden Hauptdarstellern, kommt die Geschichte allerdings nur schwer in Gang, und mit der Zeit hat man einfach genug gesehen von weinenden Menschen, auch wenn ihre Reaktionen absolut verständlich sind. Das zusätzlich angesprochene Drogenproblem mag hingegen nicht so in den Film passen, wird aber ebenfalls passabel gemeistert. Fazit: Dass sie mit diesem Auftritt wieder interessantere Rollen erhält, ist für Halle Berry durchaus möglich. Hier trauert sich sich fast zwei Stunden lang durch einen Film, der irgendwie nicht richtig vom Fleck kommt und erst gegen Ende ein paar Schritte in die richtige Richtung macht. Das ist leider zu wenig, um das Massenpublikum zu überzeugen, könnte aber denjenigen gefallen, die gute Darsteller zu schätzen wissen. |
Ich fand den Film menschlich und traurig zugleich. Die Geschichte ist zugegebenermassen etwas lahmarschig aber ich habe nie das Interesse verlorgen. Halle Berry hat mir darin auch gut gefallen. 4 Sterne sind es mir wert. |
War mein erster Susanne Bier Film und es wird bestimmt nicht der letzte gewesen sein. Der Film umschifft nicht alle gefährlichen Klischeeuntiefen, aber meistert doch die Schwierigkeiten die ein solch emotionales und aufwühlendes Script mit sich bringt souverän. Schöner Film, sehr emotional aber nicht ohne Makel. 7/10 P.s |
Wirklich trauriges Kino, dieser Film. Tragisch das Ganze, genial gespielt von del Toro und regt ein wenig zum nachdenken an. [Editiert von marc_blond am 2009-01-03 12:44:29] |
Hatte die DVD bereits etwa 8 Monate bei mir rumliegen und zwischen Weihnachten und Neujahr habe ich nun endlich Zeit gefunden. Mir hat er gefallen. Starker Film, der einem zum Nachdenken bringen. Was geht in einem vor, wenn der liebste Mensch im Leben einfach nicht mehr da ist. Del Toros Charakter gefällt mir. Junkie Anwalt und bester Freund des Toten. Einzige Kritikpunkte sind für mich die übertrieben positive Darstellung von Duchovny's Charakter. Der konnte sicherlich auch Wein in Wasser (oder war's umgekehrt) verwandelt und über Wasser gehen. Etwas too much. |
Zitat Markus (2009-01-05 09:14:50)
Bitte... |
Traurige Geschichte, emotionsgeladen erzählt. Zum Teil ein bisschen holprige Dialoge. "Dad, bin ich auch fluoreszierend?" [Editiert von sj am 2011-01-31 10:23:36] |

