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Edward Scissorhands


Das filmische Traumpaar Tim Burton/Johnny Depp liefert meist interessante und auch etwas speziellere Filme ab. Seien es mordende Coiffeure (Sweeney Todd), Schoggifabrikanten (Charlie and the Chocolate Factory) oder kopflose Rächer (Sleepy Hollow). Jeder der gemeinsamen Filme blieb im Gedächtnis des Zuschauers und sorgte für Furore. Edward Scissorhands war der Start dieser Zusammenarbeit und überzeugt durch seine märchenhafte Erzählung und die hervorragenden Darsteller.

Natürlich kommt man auch hier nicht drum herum, Johnny Depp über den Klee zu loben. Obwohl er in der Originalfassung nicht viel spricht (geht von 169 Wörter aus), verkörpert er den Sonderling mit viel Herz, Sympathie und einer grossen Portion Slapstick. Das macht das weltfremde Geschöpf natürlich zu einer Figur, die man sofort ins Herz schliesst und in die Arme nehmen möchte. Wenn er doch bloss nicht nur solche Scheren als Hände hätte.

Im weiteren Cast tauchen auch bekannte Gesichter wie dasjenige von Winona Ryder (hier fast kitschig herzig), Alan Arkin, Diane Wiest und natürlich Altmeister Vincent Price (The Last Man on Earth), der hier mit seiner letzten Rolle in einem Kinofilm aufwarten kann.

Quietschbunt ist die amerikanische Vorstadt der damaligen Zeit, der Rasen wird von Hand gemäht, die Autos haben die gleiche Farbe wie die Häuser und die Hausfrauen sorgen sich mehr um ihre Frisuren und die netten Klempner, als um ihren Haushalt. In diese Fassade platzt unser komisches Wesen im schwarzen Lederanzug wie eine Bombe. Optisch passt er überhaupt nicht ins Bild und wenn ihn die Gesellschaft als Grillrost benutzt, dann ist das bitterböse. Natürlich spielt die Sensationsgeilheit der damaligen Zeit auch eine kleine Rolle, denn die Nachbarsfrauen beginnen plötzlich, Edward zu umschwärmen und tragen somit ihren Teil zur darauf folgenden Tragödie bei.

Fazit: Edward Scissorhands kann auch heute noch, immerhin 18 Jahre später, vollkommen überzeugen. Eine schöne, märchenhafte Geschichte, tolle Schauspieler und ein geniales Setting machen den Film zu einem Klassiker, den man sich mindestens einmal im Leben anschauen muss. Kitsch darf sein und wenn er so wie von Tim Burton zelebriert wird, dann passt das total in diesen Film, der herrlich mit den Gegensätzen spielt. Ein richtig starkes Stück Kino. Bravo!

Ein Making-Of des Films ist das Herzstück der Extras. Hier kommen die Macher und Schauspieler zu Wort, erzählen über die schöne Geschichte, die strengen Dreharbeiten und natürlich die Kostüme und das Make-Up, das damals sogar für einen Oscar nominiert wurde. Die beiden Audiokommentare sind sehr interessant und für Fans des Films unerlässlich. Die Konzeptzeichnungen zeigen auf, dass Edward Scissorhands künstlerisch anspruchsvoll ist und würden sich gut an den Wänden der Wohnung machen. Der offizielle Trailer des Films darf nicht fehlen und schliesst das Angebot ab.

So gut und toll der Film auch ist, das Bild hat so seine Schwierigkeiten mit den Farben. Teilweise recht grobkörnig kann es den modernen Anforderungen nur bedingt genügen. Dafür ist Tontechnisch alles in Butter, auch wenn die Stimme von Johnny Depp ein bisschen gar schwach ist und man deswegen schon genau hinhören muss, was denn unser Freak in Lederkluft zu sagen hat.

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muri's Wertung: 5.5 Sterne

wunderschönes filmmärchen! tolle musik.

pb's Wertung: 5.0 Sterne

Sehr schöner Film mit einem genialen Johnny Depp. Und wie immer bei Burton mit einem Hang zum Grotesken.

El Chupanebrey's Wertung: 5.0 Sterne

Bis auf Sleepy Hollow und Nightmare before.. kann ich mit Burton einfach nix anfangen. Auch der olle Edward konnte mich bisher kaum begeistern.

Chemic's Wertung: 3.0 Sterne

Berührend sowie komisch. Mir gefällt die monotone Stadt, herrlich wie alle Männer zur selben Zeit arbeiten gehen und heimkommen. Toppt das Märchen von Frau Holle 1000-mal ;)

Benni_M's Wertung: Noch nicht bewertet

Erschreckend und faszinierend zugleich ist Burtons Metapher in diesem Film: Scheren. Manch einer kann sich damit identifizieren. "Egal, was man anfasst. Man wird es kaputt machen." Eine sehr deprimierende aber hier märchenhaft dargestellte Moral. Der Film tanz zwischen Slapstik, Herzlichkeit und bewegender Melancholie. Immer noch einer der besten von Tim Burton.

woc's Wertung: 5.0 Sterne


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Edward Scissorhands (1990)
Bewertung: 4.7 (57 Bewertungen)
4.7 Sterne » BewertenEdward Scissorhands (1990)4.706957

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