Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Sex and the City
Sex and the City oder: Schnarch and the City Sex and the City: the Movie wird besonders von der Damenwelt neugierig erwartet. Inmitten der EM-Manie hätte ein solcher Film eine willkommene Oase sein können. Doch diese Hoffnung muss begraben werden. Du hast die Serie gesehen? Gut, dann hast du schon alles gesehen, was es zu sehen gibt. Du hast die Serie nicht gesehen? Dann tu deinen Sinnen etwas Gutes und gehe in einen anderen Film. Schon die Musik, die zu den ersten Bildern spielt, reisst einen aus der SATC-Laune. Fergie poltert mit einem ihrer Ghetto Glam-Ho (ja, "Ho" wie in "Nutte") Songs los. Man wird den gesamten Film hindurch noch weiter unter solchen musikalischen Angriffen leiden müssen. Für einen Film über wohlhabende, intelligente Frauen ab Vierzig ist es unpassend und unverständlich, einen solchen Sound auszuwählen. Auch die Kostüme sind grösstenteils unpassend, manchmal geradezu lächerlich. War die Kleidung der Vier, besonders Carries, früher avantgardistisch, wirkt sie im Film wie eine SATC-Verkleidung. Man hat sich das grellste, aufgebauschteste und glitzernste ausgesucht und ist damit weit über das Ziel hinausgeschossen. Stilistisch scheint es, als hätten sich die Achtziger und Neunziger über den Film übergeben und als hätte man versucht, durch wunderschöne Manolos noch etwas zu retten. Doch über schlechte Musik und merkwürdige Kostüme könnte man noch hinwegsehen. Über die scham- und einfallslose Wiederverwertung derselben Probleme wie in der Serie leider nicht. Alle Ängste, Neurosen und Girl-Talk-Hilfestellungen, die die Ladies an den Tag legen, sind in der Serie bereits vorgekommen, manchmal mehr als einmal. Wir wissen, dass Big dazu neigt, Carrie sitzen zu lassen. Wir wissen, dass Miranda sich in ihrer Arbeit leicht verliert und dabei ihr Privatleben aufs Spiel setzt. Wir wissen, dass Charlotte sich über die Schwangerschaft freut, dann aber erstmal Angst bekommt, sie könnte etwas falsch machen. Wir wissen, dass es Samantha schwer fällt, jemanden anders als sich selbst zu lieben. Der Film wird dadurch im besten Fall langweilig, im schlimmsten Fall enttäuschend und nervtötend. In der Serie hatten die Damen es geschafft, über sich hinauszuwachsen, sich zu verändern, mehr innere Balance zu finden. Sie hatten gelitten und gelernt und waren am Ende bessere Menschen geworden. Jetzt werden diese Entwicklungen zunichte gemacht. Diese vier bewundernswerten Frauen kommen einem vor wie dumme Hühner, die alle alten Schemata und Fehler wiederholen, ohne gelernt zu haben. Da sieht man sich sogar als Frau lieber ein Fussballmatch an, wenigstens ist das neu und unvorhersehbar. Der Film hat die Magie und die Hoffnung, die die Serie uns gegeben hatte, einfach zerstört. |
Zu diesem Thema wurden insgesamt 21 Beiträge geschrieben.
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meine güte, du zerstörst mit deiner kritik meine ganze vorfreude auf den film |
Es gibt auch noch Positive. |
dankeschön |
Sorry faz, normalerweise versuche ich wirklich auch gute Aspekte herauszuarbeiten. Wenn aber bei SATC selbst Dinge wie die Kostüme versagen... was soll man da noch gutes dran finden? Und ihr habt Glück, dass wir nur eine mehr oder weniger begrenzte Zeichenanzahl haben, weitere 3-4 schlechte Punkte habe ich weggelassen und mich nur aufs Wesentliche konzentriert. Ich bin ja auch enttäuscht, ich war/bin so ein Fan von der Serie, ich wollte wirklich, dass dieser Film gut ist! |
aru, kannst du den Film noch bewerten? Rezischreiben und da Sternli geben, ist nicht genug |
Also hab jetzt nochmal gewertet. Wieso ist mein Wertung in der Rezi nicht genug??? Sollten wir nicht lieber andere den Rest bewerten lassen, wir geben ja in der Rezi quasi schon unser Votum ab? |
Zitat aru (2008-05-27 02:38:35)
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Zitat aru (2008-05-26 19:31:10)
schade, schade.
geht mir genauso. naja, ich werde ja morgen abend an der berner ladies night selber sehen, wie gut/schlecht das ganze rausgekommen ist. |
hei zwie harte wochen, zuerst die enttäuschung mit indie und jetzt das! |
Mich interessiert der Film zwar nicht wirklich, aber Spoiler wären schon noch nett. |
aru, du bist zu gütig, der film verdient nicht einmal 1 stern! pfui! sowas sollte verboten werden!
treffender hätte man es nicht formulieren können! [Editiert von faz am 2008-05-29 18:18:11] |
Als Serien-Nicht-Gucker fand ich den Film grottenlangweilig. Es waren einfach zweieinhalb scheinbar endlose Stunden heisser Luft, die mich nie interessieren konnten und in denen ich nicht ein einziges Mal so richtig gelacht habe. Anders als mir erging es den Damen im Kino, die reihenweise Spass hatten, Jubelarien starteten und beim Anblick von Mr. Big (oder dem nackten Kerl unter der Dusche) in entzücktes Stöhnen ausbrachen. Nein, ich verstehs nicht. Ich hab mich mega gelangweilt, mich ab den schlechten Darstellern und der blöden Story aufgeregt und bereits nach 20 Minuten angefangen, auf die Uhr zu gucken. Sorry, ist nix für mich. |
Ich finde eure Kommentare super interessant. Gottseidank bin ich nicht allein mit meiner Meinung, man macht sich ja schon Gedanken, ob man jetzt zu hart war. Bin froh, dass ihr der Meinung seid ich war zu lieb :D Ja Muri weisst Du, dass mit dem Entzücken und jubeln ist, glaube ich, einfach zu erklären: man hat grade 16 Stutz ausgegeben und man möchte die Erinnerungen an die Serie hochleben lassen. Ein bisschen so wie die Jungs/Männer mitgrunzen und jubeln, wenn Rocky Balboa mit 'ner Fresse voller Botox durch den Dschungel stapft. Oder so wie wir alle in Indy gegangen sind, obwohl von vornherein klar war, dass das ein einziger geriatrischer Witz wird (obwohl ich mit dem noch andere Probleme hatte). Die Nostalgie halt...Heisst aber eben nicht, dass die Werke als solche auch etwas taugen. |
Der Film geht sicher nicht als Meisterwerk in die Filmgeschichte ein. Ich bin auch enttäuscht, doch befürchte ich, dass ich einfach zu viel erwartet habe angesichts der gleichnamigen Serie. Wenn ich versuche auszublenden, was ich von der "Sex and the City"-Serie kennen und was ich deshalb erwartet habe, dann scheinen mir doch einige Szenen recht gut zu sein. Immerhin habe ich mich amüsiert, und als schwach habe ich ihn nicht empfunden. Ich bewerte den Film deshalb als mittelmässig. |
Sex and the City war Millenium-Stuff, 8 bzw. 4 Jahre später ist das ganze doch einfach nur kalter Kaffe.....ach ne das heisst ja jetzt Late Macchiato. [Editiert von Chemic am 2008-05-30 11:27:18] |
Zitat Chemic (2008-05-30 09:59:35)
nee, kalter kaffe ist's nicht - nur schmeckt der aufgewärmt nicht gut |
Zitat Chemic (2008-05-30 09:59:35)
[Editiert von filmsüchtig am 2008-05-31 18:59:01] |
So ich muss jetzt einmal ein bisschen gegen den Strom schwimmen... Etwas Sorgen gemacht habe ich mir schon, als ich die niedrige Wertung für den lang erwarteten SATC-Movie gesehen habe. Spass am Film hatte ich - bestimmt auch dank dieser, na ja ich sag jetzt mal "vernichtenden", Kritik - dann aber trotzdem. Auch wenn es zugegebenermassen nicht der grosse Wurf ist. Auch ich fand Musik, Kleider und Styling teilweise arg übertrieben und mehr oder weniger geschmacklos (wobei mir Carries Garderobe noch nie besonders zugesagt hat). Der Serien-Jingle hätte es akustisch auch getan. Trotzdem: Der Film ist für mich eine akzeptable Fortsetzung der letzten Staffel, die ja ihrem Titel auch bereits nicht mehr ganz gerecht werden konnte - mit all den Ladies in festen Händen. Würden wir hier über ein beliebiges Exemplar einer Romantic Comedy sprechen, fiele meine Kritik sicher anders aus. Zu voraussehbar ist, was passiert, zu oft haben wir das Gefühl, das doch schon einmal gesehen zu haben. Aber man darf den Film eben meiner Meinung nach nicht isoliert betrachten: Er ist die Fortsetzung einer Serie und die Vorhersehbarkeit macht ja gerade den Reiz der Serie aus. Wir wissen ganz genau, wie Miranda reagiert auf das, was Steve tut. Wie das mit der geplanten Hochzeit von Carrie und Mr. Big ausgeht. Und Charlottes Angst vor mexikanischem Essen überrascht uns auch nicht. Nur Samantha, die enttäuscht uns ein bisschen... Der Film ist ein Wiedersehen mit dem SATC-Quartett wie eine kleine Klassenzusammenkunft. Viel Neues wird nicht geboten, aber darum geht's - mir jedenfalls - nicht. Mein Tipp zum Film für alle Liebhaberinnen der Serie: Geht zusammen hin, am besten zu viert, brezelt euch ein bisschen auf und genehmigt euch vorher einen Cosmopolitan. Ich bin sicher, ihr werdet nicht enttäuscht sein! Und dann klappt's auch mit dem Klatschen und Kreischen. |
Also ich war mit eine Freundin einen Tag nach dem er gestartet ist drinnen und das auch eher zufällig. Wir beide haben die Serie nicht gesehen (jetzt im nachhinein fragen wir uns weshalb und wollen das schnellstmöglich ändern) und gingen dementsprechend offen rein. Schon nach circa 2 Minuten meinte eine von uns zu der anderen "DVD" und die andere kommentierte ne Minute später "Lieblingsfilm" (was bei ihr zur Anmerkung nicht gerade leicht zu erreichen ist) und dabei bliebs auch die restlichen Minuten. Der Film ist einfach nur sehr gute Unterhaltung. Wir haben gelacht, gequietscht und geflennt ohne Ende. Selbst eine der Frauen, die vor uns sassen (und auch viel Spass hatte) "musste" sich mal kopfschüttelnd umdrehen und "Mädels" zischen. Und kurz vor Ende folgte der Kommentar "Soundtrack" - "Dito!" [Editiert von Kayara am 2008-06-07 16:27:24] |
Das erstes und dritte Drittel des Filmes sind mit Witzen gespickt und sehr unterhaltsam, in der Mitte flacht die Spannung ziemlich ab und hat mich mehrere Male gähnen oder auf die Uhr schauen lassen. Mir wär es lieber gewesen, der anfängliche Teil in bekannter SATC-Manier wär etwas länger gewesen und die melodramatische Phase dafür verkürzt. Gute Unterhaltung für den frühen Sonntag-Abend, sensible Hintern sollten ein weiches Kissen mit ins Kino nehmen |

