Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Halloween
Halloween oder: Für jeden Feiertag seinen Killer Die Jahre um 1980 waren die Geburtsstunden der wohl grössten Killer des Horrorgenres. Jason Voorhees startete seine Hetzjagd auf die Teenager rund um Camp Crystal Lake, und kurze Zeit später begann Freddy Krueger in den Träumen der Kinder zu wüten. Doch bevor die beiden überhaupt die Leinwand betraten, ebnete John Carpenter mit Michael Myers den Weg in die neuste Generation des Horrors. Friday the 13th machte zwar rund ein Jahr später das neue Teenie-Slasher-Genre salonfähig, doch Halloween war klar der Pionier auf diesem Gebiet und vereinigte bereits sehr viele Genre-Klischees in sich, welche bis heute immer wieder in den Teenie-Slashern verwendet werden: Die Jungfrau überlebt, wer Sex hat, stirbt, und die eigentlichen Hauptdarsteller sind junge Teenager, welche das Studio für wenig Geld einkaufen konnte. Obwohl durch solche Filme Studios wie New Line Cinema überhaupt gross geworden sind, war man lange nicht bereit, viel Geld für ihre Produktion zu stecken. So auch bei Halloween, wo das das mickrige Budget nur rund 300 000 Dollar betrug. Dennoch konnte Carpenter einen zeitlosen Klassiker abliefern. Über einen über 25-jährigen Horrorfilm aus heutiger Sicht objektiv zu urteilen ist eigentlich so gut wie unmöglich. Seit damals ist auf dem Bereich der Schocker viel geschehen und es wurden so viele Horrorfilme produziert, dass Halloween schon wegen seiner blutleeren Art kaum noch schockieren kann. Klar hat John Carpenter mit seiner ihm eigenen Kameraführung und dem Killer mit der William Shatner-Maske einen Kultfilm geschaffen, doch über die ganze Spielzeit bleibt es eine sehr träge und an sich spannungslose Angelegenheit, die weder in der Handlung noch in den Kills packen kann. Dafür wird ein genialer Soundtrack geboten, der auch eine recht unheimliche Atmosphäre aufbauen und so doch bei der Stange hält. Michael Myers selber erhielt zwar bis heute acht Sequels und ein Remake, doch trotz seines Kultstatus kann er nicht mit den anderen Monstern wie Jason, Freddy oder Pinhead mithalten, welche in Sachen Hintergrundgeschichte und auch optisch viel mehr zu bieten haben. Fazit: Halloween hat sich klar schon nur wegen seines gewaltigen Einflusses auf das Horrorgenre seinen Platz in der Filmgeschichte verdient. John Carpenter hat einen Kultslasher geschaffen, der mit der charakteristischen Musik sowie The Shape alias Michael Myers selber, aus der heutigen Horrorwelt kaum mehr wegzudenken ist. Trotzdem ist Halloween aus heutiger Sicht ein sehr unspektakulärer, träger und beinahe langweiliger Film, der nur in den letzten Minuten annähernd eine Intensität entwickelt. Seine klare Vorreiterrolle und die zeitweise doch sehr unheimliche Atmosphäre sind primär der Grund für eine Vierer-Wertung. Die DVD ist die ungeschnittene Red Edition, welche mit überraschend guter Bildqualität geliefert wird. Wahrscheinlich ist es jedoch einfach eine der Extended-Cut-Versionen, welche in der Red Edition Packung verkauft werden. Bonusmaterial könnte man in der nicht existierenden zweiten DVD anschauen, welche man nirgendswo findet. |
Ich kann db nur zustimmen. Ich fand den Film sehr träge. Es geschieht wirklich nicht viel und dadurch gibt es auch kaum Höhepunkte. Die Morde fand ich schwach. Da hat man keine Spannung aufgebaut um mindestens die Zuschauer zu Schocken. Die Musik jedenfalls ist einfach genial. Und die Atmospähre hatte mir ebenfalls gut gepasst. Spoiler zum Lesen Text markieren
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