Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Independence Day
Independence Day oder: Aliens scheren sich nicht um unsere Feiertage Der deutsche Regisseur Roland Emmerich hat bereits mit Stargate bewiesen, dass er ein glückliches Händchen für Sci-Fi-Filme hat. Trotz einiger Mängel hat er den Grundstein für eine ganze Saga gelegt, die in mehreren TV-Serien fortgesetzt wurde. In seinem nächsten Film, Independence Day, blieb er dem Genre treu und lieferte aufs Neue einen Megahit ab, der als eine der grössten Materialschlachten der 90er in die Geschichte einging. Im gleichen Stil wie Michael Bay in Armageddon beginnt Emmerich bei Independence Day mit einer ausführlichen Vorstellung der verschiedenen Charaktere und deren Alltag. Diese fallen genau so vielseitig wie gelungen aus und sind auch entsprechend passend besetzt. Mit einer Laufzeit von 147 Minuten hat Independence Day die Möglichkeit, alle Storylines sauber zu erzählen, zusammen zu führen und eine entsprechende Entwicklung der Charaktere aufzuzeigen. Da aber soviel Handlungsstränge erzählt werden müssen, führt dies zu einer Überlänge und auch dazu, dass Independence Day sehr langsam vorankommt und viel von seiner Intensität einbüsst die er hätte entwickeln können. Doch dafür wird eine gute Geschichte erzählt, die sehr ausgeglichen von mehreren Figuren aus mehreren Perspektiven erzählt wird. Negative Punkte finden sich in der Überlänge, den vielen kleinen Produktionsfehlern - über die ein aufmerksamer Zuschauer regelmässig schmunzeln muss - und wie üblich bei solchen Katastrophen-Blockbustern, im Bereich Realismus. Die grössten Schnitzer sind jedoch in der Handlung und dem Storymässig schon beinahe kultig-lächerlichen Finale zu finden: "Laden wir ein Virus ins Mutterschiff, das schaltet die Schutzschilder aus!" Ein Joke, der seither in unzähligen Filmen parodiert und zitiert wurde. Ein anderer Punkt, der von vielen - vor allen Nicht-Amerikanern - beanstandet wurde, ist der schon beinahe penetrante Patriotismus, der an manchen Stellen selbst toleranten Kinogängern auf die Nerven geht. Ansonsten ist Independence Day klar ein Katastrophenfilm in einer epischen Grösse, der selbst heute noch zeitlos wirkt und visuell grossartiges Material liefert. Fazit: Independence Day gehört ohne Frage zu einem der grössten Sci-Fi Spektakeln der 90er Jahre und hat dort auch seinen Platz verdient. Mit gut gecasteten und ausgewogen gezeichneten Charakteren wird mit spektakulären Bildern eine Geschichte erzählt, welche vom totalen Verlust bis hin zum finalen Gegenschlag alle Gefühle durchleben lässt und ein visuell und actionmässig genau so spektakuläres, wie intensives Finale bietet. Witzige Dialoge und sympathische Schauspieler runden das Paket ab. Trotz einigen Minuspunkten in Sachen Patriotismus und Realismus ist Independence Day grosses Kino, um das wohl kein Sci-Fi Fan herumkommt. Die DVD bietet den Film in einer Extended-Version, bei der die Kinoversion um einige zusätzliche Szenen erweitert worden ist und die verschiedenen Figuren noch mehr vertieft werden. Die Qualität des Bildes lässt jedoch stark zu wünschen übrig. Obwohl das Bild sauber ist, ist es doch sehr unscharf für eine DVD, was sich vor allem bei grösseren Bildschirmen zeigt. Der Ton ist aber über alle Zweifel erhaben und zeigt vor allem in den Actionsequenzen seine Stärken. Das Bonusmaterial fällt in dieser Special Edition sehr umfassend aus: Neben Trailern und einem alternativen Ende gibt es vor allem drei zentrale Dokumentationen, welche alle umfassende Making Ofs mit Interviews und Behind the Scenes Aufnahmen sind, jedoch verschiedene Elemente behandeln. Sei es jetzt Special Effekte, Miniaturen oder eben die wichtigen Explosionen - alle werden behandelt und auch gut dokumentiert. Sehr gutes Material und auf jeden Fall einen Blick wert. |
flotte unterhaltung, einige nette effekte, aber halt wieder sehr aufgeblasen das ganze - und erzpatriotisch. die erste hälfte ist wesentlich gelungener als der rest. das beste am film ist david arnolds musik. immerhin der beste emmerich. [Editiert von pb am 2008-05-21 07:52:07] |
Independence Day ist Emmerichs bester Film. Dies liegt vorallem an der starken Action, dem hohen Unterhaltungswert und den guten Schauspielern. Leider gibt es aber auch Abzug. Das Teil ist mir manchmal zu patriotisch. |
Spitzenaction die seines gleichen sucht! Wenn die Alienschiffe ganze Metropolen in Schutt und Asche legen dann steppt das Actionherz. War damals im Kino auf jedenfall sehr beeindruckend. Dazu gibts jede Menge Komik von Smith und Goldblum sowie ne ordentliche Portion Pathos und Gesülze. Aber ich sage lieber ne Portion Pathos und dazu ordentlich Action als so ne verklemmte Effekthascherei wie bei War of the Worlds. |
"Independence Day" ist vermutlich Emmerichs bester Film, doch das muss deswegen leider noch lange nicht heissen, dass er genial ist. |
Wer bei diesem Film nach Realismus sucht, wird höchst selten was finden. Independence Day ist ein lupenreiner Actionfilm, der laut, schrill, witzig und voll mit Action ist. Mehr darf man da nicht reininterpretieren. Coole Darsteller, Hammer CGI (schon der Anfang ist genial) und tolle Unterhaltung. Actionherz was willst du mehr... |
Einer der übelsten Filme, die ich bisher je in meinem Leben gesehen habe. Ein solch pathostriefende Kommerzschrott hat definitiv das Prädikat: Scheissfilm verdient. |
Zitat Markus (2008-06-03 15:31:35)
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Independence Day kann ich mit vier Worten beschreiben: Ein einziges riesiges Plotloch. Darum ist auch das Sich-Darüber-Lustigmachen im Prinzip viel zu einfach. Mit der richtigen sarkastischen Einstellung kann man dem Film doch noch einen gewissen Spassfaktor abgewinnen. |


