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Beitrag 3:10 to Yuma

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3:10 to Yuma oder: Selbst im Westen fährt das Tschutschu pünktlich!


3:10 to Yuma ist ein Remake des gleichnamigen Westerns mit Glenn Ford aus dem Jahr 1957. Die Story also bleibt die selbe, der Stil allerdings ist ein ganz anderer. Die neue Version von James Mangold ist eine dreckigere, eher an Spaghetti-Western erinnernde Verfilmung, allerdings nicht ohne den Heroismus, den man bei vielen US-Western der 50er Jahre fand. Es ist denn auch diese Art Heldentum, die im Laufe des Films aufstösst und ganz zum Schluss halt doch ein zuviel an Glaubwürdigkeit nimmt. Hierin unterscheidet sich 3:10 to Yuma von Epen à la Open Range oder Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford, die weit ernsthafterer Natur sind als diese mehr auf Unterhaltung und Action ausgelegte Neuverfilmung.

Viel hängt von den Darstellern ab: Christian Bale und Russell Crowe haben eine ziemlich grosse Präsenszeit und spielen durchaus gefällig, wenn auch nicht immer, wie oben erwähnt, ganz glaubwürdig, wobei Herrn Crowe hier mehr anzulasten ist als dem braven Farmer Bale. Dass Charaktere in solch actiongeladenen Filmen überzeichnet sind, wäre dabei noch zu verzeihen, im Falle von Ben Foster, der den Oberbösewichten Charlie Prince gibt, ist es dann aber doch ein Zacken zu viel des Guten. Peter Fonda als grimmiger Kopfgeldjäger ist eine hübsche Überraschung.

Gut und böse sind klar verteilt, die vielen Klischees diesbezüglich, ohne die 3:10 to Yuma nicht auskommt, nehmen wir mal so hin und ergötzen uns an den wunderschönen Aufnahmen mit denen Phedon Papamichael das Auge verwöhnt, denn optisch ist der Film von allererster Güte. Erwähnt sei noch die Oscar nominierte Filmmusik von Marco Beltrami, der damit sicher am bisherigen Höhepunkt seiner Karriere angelangt ist. Eine pfeffrige, dem Look des Film angepasste, schmutzig-kantige Musik.

3:10 to Yuma ist ein anspruchsloser aber spannend gemachter und unterhaltsamer Spätwestern mit einigen Riesenlöchern in der Logik.

Extras: Bildqualitativ kann die DVD vollends überzeugen. Gestochen scharfe Bilder im 2.35:1 Format liefern einen optischen Leckerbissen für das Heimkino. Auch die Tonspur ist eine feine Sache, der Sound der unterschiedlichen Schiessprügel ist authentisch und sauber zu unterscheiden. Auch beim Bonusmaterial hat man nicht gespart. Neben nicht verwendeten Szenen findet man das obligate Making Of und einiges mehr zur Filmthematik (Outlaws etc.). Ganz nett.

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pb's Wertung: 3.5 Sterne

Hä? Wo ist die Bewertung der Kritik hin?

El Chupanebrey's Wertung: 5.0 Sterne

3:10 to Yuma ist dank dem Schluss ein starker Western geworden.

Leider braucht der Film lange bis er in die Gänge kommt. Aber wenn er das einmal geschafft hat, ist das Niveau sehr hoch. Dies verdankt 3:10 to Yuma vorallem Christian Bale und Russel Crowe. Die mal wieder Top sind. Ein weiterer Punkt ist die Spannung, weil man den Schluss nicht voraussehen kann und somit der Film gut unterhält.

()=()'s Wertung: 4.0 Sterne

Habe den Streifen nun auch gesehen und muss sagen, ich bin positiv überrascht.
Dachte mir könnte es nicht mit den Western von damals (Sergio Leone) aufnehmen, aber das kann er.
3:10 to Yuma glänzt mit zwei Top Schauspielern. Crowe und Bale überzeugen wirklich.
Die Geschichte finde ich auch ausgezeichnet. So typisch Western, wie es sein muss.
Einige Szenen ziehen sich zu sehr in die Länge.
Der Film kann auch dank seinem Schluss auftrumpfen, habe ein Happy End erwartet...

Le-Chiffre's Wertung: 5.0 Sterne

Zitat Le-Chiffre (2008-11-28 11:10:20)

Dachte mir könnte es nicht mit den Western von damals (Sergio Leone) aufnehmen, aber das kann er.

Nein das kann er definitiv nicht. Sergios Leones Western Meisterwerke sind unerreichbar und werden es immer bleiben. Da kann selbt ein sehr guter Film wie 3:10 Yuma nicht mithalten. Deinen restlichen Aussagen kann ich aber sonst absolut zustimmen.

nick*'s Wertung: 5.0 Sterne

Wer Yuma mit Leones Meisterwerken vergleicht, ist schliesslich auch eine Pappnase. }:);) Ich würde den Film viel eher mit den Werken aus dem Ende der grossen Westernära vergleichen, also den Fordschen Waynes, auf dessen Pfaden Yuma ganz klar wandert.

So oder so, für mich der beste Western seit langem, gerade weil er so klassisch und trotzdem in Sachen Drehbuch, Schauspieler und Inszenierung top ist. Seit "Open Range" endlich wieder einmal ein Western, bei dem man richtig mitfiebern kann!

jon's Wertung: 5.0 Sterne

Zitat Dirty Harry (2008-11-28 18:11:47)

Ich würde den Film viel eher mit den Werken aus dem Ende der grossen Westernära vergleichen, also den Fordschen Waynes, auf dessen Pfaden Yuma ganz klar wandert.


Schlaumeier 8) Unglaublich diese Kiddies ...
http://www.imdb.com/title/tt0050086/

euros' Wertung: 4.0 Sterne

Es ist mir durchaus bewusst, dass der Film ein Remake ist. Aber bei den Western heisst das nun wirklich nicht gerade viel. Zugegeben, ich kenne das Original nicht, aber soviel ich weiss basiert der Neue nur recht vage auf der Story. Und das tut nun aber wirklich beinahe jeder Western, auf irgendeiner altbekannten Story basieren, gerade beispielsweise all die Costners. Oder nehmen wir "Assassination of Jesse James", da die Geschichte von Jesse James auch schon unzählige Male erzählt wurde, könnte man ihn ja auch gleich als Remake einstufen. Was ich sagen will: Es gibt tausend Möglichkeiten, ein Remake zu machen, und so ist es alles andere als selbstverständlich, dass der neue "3:10 to Yuma" in der guten alten Tradition der klassischen Western steht. Zufrieden?

jon's Wertung: 5.0 Sterne

Zitat Dirty Harry (2008-11-28 18:11:47)

Wer Yuma mit Leones Meisterwerken vergleicht, ist schliesslich auch eine Pappnase. }:);)

Mich nähme es noch wunder, warum man den Film nicht mit Sergio Leone vergleichen soll? Geht ja unter Western...
Mir ist klar, dass Sergio Leone ein Meister der Westernfilme war. Alle seine Filme sind brilliant. Nun 3:10 Yuma ist ein Western, welcher seit langen wieder einmal den Namen Western verdient...
Der Vergleich scheint mir also nahe...

Le-Chiffre's Wertung: 5.0 Sterne

so, endlich auch gesehen...
nachdem ich bei open range die hoffnung auf einen packenden neo-western beinahe aufgegeben hatte (finde den film einfach nur laaaangweilig), wollte ich diesem hochgelobten teil doch auch noch eine chance geben. und siehe da: volltreffer!

von der ersten einstellung an mitreissend, wunderbar fotografiert, die actionszenen den heutigen möglichkeiten angepasst und folglich auch super geschnitten (obwohl er natürlich NIE an einen leone-klassiker - schon gar nicht erst an c'era una volta il west herankommt) und schauspielerisch absolut ohne einwände. und obwohl 3:10 to yuma im gegensatz zu z.b. open range deutlich auf action setzt und die eine und andere logiklücke schon fast schmerzt, finde ich die charakterstudie der beiden hauptakteure sehr gelungen. bis zum schluss spannend, auch wenn

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bei mir persönlich der schluss selbst wie eine ohrfeige nachwirkte...


ein wirklich toller neo-western!

farossi's Wertung: 5.0 Sterne


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