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Beitrag The Elite Squad - Tropa de Elite

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The Elite Squad - Tropa de Elite oder: Die Polizei: dein Freund und Helfer?

Der erste Zusammenstoss zwischen der Polizei und den Drogenbanden, welcher mit einer einfachen Polizeipatrouille beginnt, lässt nicht lange auf sich warten und bleibt dem Kinobesucher in den Knochen sitzen. Will man kurz aufatmen, bahnt sich schon die nächste Gewaltorgie an. So geht es dann zwei Stunden lang weiter. Die zwei jungen Polizisten und Jugendfreunde Neto und André entschliessen sich schon nach kurzer Zeit bei der Polizei, die stark militärisch geprägte Schulung der Eliteeinheit zu absolvieren. Sie werden geformt, gedrillt und erniedrigt, und bestehen -
im Vergleich zu vielen andern - diesen Härtetest: Bei der nächsten Gelegenheit in der täglichen Schlacht werden sie gegen die Drogenbosse eingesetzt.

Im Film sucht man vergebens nach einem Protagonist, der einem als starke Figur in Erinnerung bleibt. Das ist wohl auch das Problem des Films. Es sind zuviele Gegebenheiten, die laut Regisseur auf wahren Ereignissen beruhen und es ist deshalb schwierig einen zweistündigen Spielfilm daraus machen zu wollen. Es wird zuviel rauhe Gewalt gezeigt und deshalb fragt man sich am Ende, was war die genaue Botschaft des Films? Die Blossstellung der korrupten Behörden Brasiliens? Ein Stück weit wohl schon. Manche Kritiker reden gar von Gewaltverherrlichung. Das Düstere, die unruhige Kameraführung und die sprunghafte Erzählform hingegen, geben dem Film seine Spannung und sind perfekt gewählt. Ob man soviel Gewalt in so kompakter Form wirklich sehen will, sei jedem selbst überlassen.

Der Regisseur José Padilha, der mit diesem Film ein
Tabu thematisiert, indem er die Methoden dieser polizeilichen Spezialeinheit in den Mittelpunkt stellt, wollte zuerst wirklich einen Dokumentarfilm drehen, was so einiges im Nachhinein erklärt. Die Aussage spricht für sich, wenn José Padilha sagt, er hätte in seinem Heimatland mit einem Dokumentarfilm über die alltägliche Gewalt in den Favelas Kopf und Kragen riskiert. Wie kann man der herrschenden Gewalt dieser Ghettos die Stirne bieten? In einem der Interviews an der 58. Berlinale schlägt José Padilha auf diese Frage hin vor, den Drogenhandel in Brasilien zu legalisieren, um das Metzeln in den Slums zu minimalisieren...

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sil's Wertung: 3.5 Sterne

Ich fand der Film macht es sich etwas einfach, wenn er vom Drogenproduzent bis zum Endverbraucher, egal welcher Droge, alle in einen Topf wirft und zu den Schuldigen des Krieges in den Favelas erklärt. Einen Lösungsansatz für das herschende Elend bleibt der Regisseur ebenfalls schuldig, alle umzunieten ist sicher nicht der Weg; das ist aber wohl eher das Problem der brasilianischen Regierung.
Ansonsten grandios gemachter Polizeithriller mit einem fabelhaften Soundtrack und das perfekte Gegenstück zu Fernando Meirelles Cidade de Deus.

pz_mann's Wertung: 5.0 Sterne


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