Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag The Evil Dead
The Evil Dead oder: Freunde sind die besten Zombies Es gab eine Zeit, lange vor Spider Man, da entschloss sich ein überzeugter Horrorfan, einen Film zu drehen, der in die Horrorgeschichte eingehen und seine Karriere in neue Dimensionen katapultieren sollte. Die Rede ist vom Kultshocker The Evil Dead und Spider Man-Regisseur Sam Raimi. Nachdem Raimi im Jahre 1978 mit dem Kurzfilm Within the Woods genügend Geld angehäuft hatte, begann er mit der Produktion von The Evil Dead, welche vier Jahre andauern sollte. Während diesen vier Jahren liefen Raimi nicht nur ein Teil der Schauspieler, sondern auch ein Teil der Crew davon. Einzig Jugendfreund Bruce Campbell hielt zu Raimi und ging während den Dreharbeiten durch die Hölle. Oft war er wegen den saftigen Splattersequenzen nach einem Drehtag mit Kunstblut getränkt. Wegen den sturmlaufenden Sittenwächtern dauerte es dann auch viele Jahre, bis der Film überhaupt ungeschnitten auf den Markt kam, und selbst heute ist er noch in einigen Ländern verboten, obwohl dies heute kaum mehr gerechtfertigt ist. Dennoch hat The Evil Dead und auch Bruce Campbell über die Jahre absoluten Kultsatus erreicht, was dann auch zu zwei Sequels geführt hat. Wenn man The Evil Dead betrachtet, ist klar ersichtlich, dass er zum einen über 25 Jahre alt und zum anderen eine Ultra-Low-Budget Produktion ist. Dies erkennt man zum Beispiel an den doch recht offensichtlichen Masken und an einigen technischen Limitierungen in Sachen Schnitte und Effekte. Dennoch, im Gegensatz zum beinahe gleichaltrigen Friday the 13th wirkt The Evil Dead viel zeitloser und dank der sehr guten Kameraführung durchaus sehr modern und lange nicht so schwerfällig. Die Krönung von The Evil Dead sind jedoch die zu der Zeit absolut genialen Splattereffekte, die beinahe liebevoll inszeniert und ein Musterbeispiel dafür sind, wie man schwarzen Humor mit viel Kunstblut verbinden kann, ohne dabei gewaltverherrlichend zu wirken. Dabei wird mit dem passenden Soundtrack und dem sehr gut spielenden Bruce Campbell eine hohe Intensität entwickelt, die The Evil Dead zur Recht zu einem Hit gemacht hat. Fazit: Meistens ist es schwierig, über Filme dieses Jahrgangs ein Urteil zu fällen, da seither so viel Blut geflossen ist, dass man kaum mehr nachvollziehen kann, was die Filme damals für eine Wirkung gehabt haben. Bei The Evil Dead hingegen ist selbst aus heutiger Sicht klar, weshalb er Kultstatus erreicht hat und noch als einer der besten Schocker aus der Zeit gilt. The Evil Dead ist grosses Horrorkino, das jeder Horrorfan gesehen haben sollte. Die DVD ist jedoch ein deutlicher Zeuge davon, wie alt der Film wirklich ist und präsentiert den Film in einer sehr schlechten, körnigen und unscharfer Bildqualität. Es ist aber schwierig eine ungeschnittene Version zu finden. Meistens wird die um über zehn Minuten gekürzte Version angeboten, wo viele der Schlüsselszenen stark gekürzt sind und der Film an manchen Stellen überhaupt keinen Sinn mehr ergibt. Dabei ist einfach darauf zu achten, dass der Film 82 Minuten lang ist - dann ist er uncut. |
Versteh den Hype diesbezüglich nicht so. Da hat mir Army of Darkness viel besser gefallen. Ich weiss, ist dann schon nicht mehr "Horror", aber macht viel mehr Spass... |
Ich versteh irgentwie nich wieso das erst 2008 als dvd thema angeschnitten wird. |
Tja ich bekenne mich als absoluter Evil Dead-Maniac! Neben TCM mein absoluter Lieblingsstreifen aus dem Genre. Die Stimmung des ersten Teils ist einfach unerreicht. Das fängt bereits mit der Kamerafahrt an Anfang hinter dem Auto an, die Wippe vor der Hütte die plötzlich aufhört zu poltern etc. Die Bedrohung ist irgendwie den ganzen Film durch "greifbar" und das auch ohne Folter und Co. Natürlich ist der Blutgrad teilweise hoch und mit skandalösen Szenen wird auch nicht gegeizt. Aber die "Athmo" des Filmes toppt einfach alles. Über Bruce Campell wurde ja schon genug gesprochen, Ash ist einfach Kult. Klar der Streifen mag in der heutigen Zeit lächerlich erscheinen. Die angesprochenen Masken sind total aufgesetzt, die lebenden Bäume ne richtige Lachnummer und die Logiklücken sehr offensichtlich. Aber wer sich mit der Nostalgie anfeunden kann kriegt hier einen hervoragenden Horrostreifen zu Gesicht. Irgendwelche Vergleiche oder Gradmesser bezüglich Gewalt mit modernen Horrorfilmen sind aber definitiv zu vermeiden. Evil Dead spielt in einer völlig (unerreichten Der Streifen steht bei mir zu Hause zudem in ixfacher DVD/VHS-Ausführung, natürlich uncut! Alles andere ist ein Verbechen an deisem Film. |

