Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Mr. Brooks
Mr. Brooks oder: Die Stimme in mir! Kevin Costner spielte in seiner Karriere nur wenige "Bösewichte", und wenn, dann hatten sie immer ihre sympathischen Seiten (A Perfect World als Beispiel). Mr. Brooks nun zeigt den smarten Kalifornier als Killer, der von inneren Zwängen und Stimulation bei seinen Taten, immer wieder gedrängt wird, sich ein neue Opfer zu suchen. Diesen wahnsinnigen, aber in seinen Taten stets kontrollierten Antrieb verspürt er von seinem Altersego, gespielt von William Hurt, der Mr. Brooks fast stetig begleitet wie der kleine Mann im Ohr (diese Idee ist allerdings nicht neu). Selbst wenn er sich vehemment vornimmt vom Morden zu lassen, ist der Zwang, der ihn immer wieder zu weiteren Taten verführt, einfach zu stark. Mr. Brooks kratzt am Gewissen des Zuschauers. Der scheinbar gut betuchte und freundliche Familienvater wird von einem Voyeuristen, der sich Mr. Smith nennt, erpresst um ihn mit auf eine seiner Tötungstouren zu nehmen. Hier fühlt man sich mit Brooks verbunden, wer wird schon gerne von arroganten Dummköpfen an der Nase herum geführt? Ist Earl Brooks also ein Antiheld? Jein. Dazu ist sein Drang Paare beim "Kopulieren" umzubringen und sie nachher auf kunstvolle Weise wieder zu arrangieren, einfach zu krankhaft. Und doch kann man nicht davon lassen, wissen zu wollen, wie Earl aus dieser beschissenen Situation rausfindet. Soweit so gut, leider wird das mit einer etwas übertriebenen Nebenhandlung, deren Fazit es ist, dass "schlechte Gene" weitergereicht werden, alles ein bisschen too much. Die Story bleibt ausserdem vorhersehbar, wenn auch geschickt eingefädelt. Ein Twist ist allerdings so klar wie Klosbrühe, während ein weiterer mich tatsächlich überrascht hat. Costner und William Hurt, Costners imaginäres Gewissen, spielen stets gut aufgelegt, Dane Cook bleibt die undankbare Aufgabe einen höchst unsympathischen Typen zu spielen - das macht er ganz okay, aber nicht überragend. Dann spielt noch eine gewisse Demi Moore mit, die sich inzwischen ja recht rar gemacht hat auf der Leinwand. Deren Part und Nebenhandlung sind allerdings weder nötig noch wirklich überzeugend. Darauf hätte man durchaus verzichten und dafür mehr Tiefe in die Gedankenwelt von Mr. Brooks bringen können, vielleicht wäre dann mehr Psychogramm in der Art von One Hour Photo möglich gewesen. Mr. Brooks ist ein durchaus gut gemachter Film, dessen Story man gerne folgt, will man doch wissen wie der Herr Brooks aus dem ganzen Schlamassel wieder rauskommt. Wie nachhatig das Ganze schliesslich ist, wird wie so oft die Zeit zeigen. Extras: In der Bonusecke finden sich sechs nicht verwendete bzw. verlängerte Szenen sowie ein in drei Teile gesplittetes Making Of, hier als Featuettes bezeichnet,von insgesamt ca. 30 Minuten Länge. Im Gegensatz zur US-DVD muss man auf einen Audiokommentar von Regisseur und Drehbuchautor verzichten. Der Bildtransfer, der insbesondere mit viel Dunkelheit unmzugehen hat, ist ausgesprochen überzeugend, während sich die Tonspur vor allem auf Dialoge und sparsames Ambiente stützt. |
Ein sehr feines Movie und trotz Kevin Costner sehenswert! |
Ich fand die Figur von Mr. Smith überhaupt nicht glaubwürdig. Es ist schon recht schwer jemandem so etwas abzunehmen, aber vielleicht hätte es besser geklappt wenn man einen geeigneten Schauspieler gefunden hätte. Dane Cook nimmt man die Rolle bereits im Besprechungsraum nicht ab. |


