Forum Movies - Reviews: Kino

Beitrag Die Welle

» Zum letzten Beitrag springen

Die Welle oder: Ausser Kontrolle!


Der deutsche Film ist immer dann am besten, wenn tolle Buchvorlagen verfilmt werden und man sich auf die Stärken der Charaktere und der Geschichte konzentriert. Keine Schnörkel, keine blöden Witzchen, dafür aber kontroverse Themen und tolle Schauspieler. Die Welle basiert auf einem Roman von Todd Strasser und zeigt auf, wie ein Experiment eigentlich harmlos und spassig startet und dann Ausmasse annimmt, die dramatischer kaum sein könnten.

Bereits in Das Experiment wurde ein Versuch mit realen Menschen zum spannenden und dramatischen Film umgewandelt. Die Welle geht einen ähnlichen Weg und entpuppt sich als Film, der anfänglich schön Zeit lässt, um die verschiedenen Charaktere einzuführen. Nur schleichend kommt die Bedrohung und wenn diese dann die Zähne zeigt, ist es zu spät, um sich ihr zu entziehen. Das will zwar keiner so richtig wahrhaben, aber die vermeintliche Rettung kommt dann zum Zeitpunkt, als praktisch schon alles verloren ist.

Getragen wird dieser überaus spannende und dramatische Film von einem hervorragenden Jürgen Vogel, der die Veränderung seines Charakters toll rüberbringt und dem man jederzeit abnimmt, dass er die Ausmasse seines Experimentes zwar in Betracht gezogen hat, aber nie so richtig wahrhaben wollte. Zu ihm gesellen sich überzeugende Jungstars, von denen sich Frederik Lau als Klassen-Aussenseiter und danach "Wellen-Fanatiker" speziell heraus sticht.

Fazit: Die Welle ist ein verdammt starker und überzeugender Film geworden, der während der gesamten Spieldauer zu packen mag und dessen Darsteller den Eindruck von Authenzität in jeder Minute vermitteln können. Ein herausragendes Stück neues deutsches Kino, das sich jeder anschauen sollte, der wieder mal so richtig gepackt, schockiert und gefesselt werden will.

» Die komplette Filmkritik lesen

muri's Wertung: 6 Sterne

Zu diesem Thema wurden insgesamt 18 Beiträge geschrieben.
Um die Übersicht zu verbessern sind ältere Beiträge eingeklappt und versteckt.

Hier klicken um alle Beiträge anzuzeigen.

6 Sterne? Den Trailer hab ich ja eher lächerlich gefunden...

El Chupanebrey's Wertung: 3.0 Sterne

Hier klicken, um diesen und alle nachfolgenden Beiträge aufzuklappen

Bin auch etwas überrascht. War letztes jahr im Testscreening in Berlin und der Film war solide, aber vor allem das von Gansel neu augesetzte Ende zog den ganzen Film merklich auf (wohl genrebedingte) Stereotypenniveau

Kann sein dass sie die Kritiken von damals zu Herzen genommen haben (wir hatten damals einen Rohschnitt ohne Farbkorrektur, unfertiger Musik etc. gesehen). Wobei gesagt werden muss dass es die bisher beste Buchadaption ist, aber das ist auch keine Kunst bei dem Vorgänger.

goodspeed's Wertung: 4.0 Sterne

Hier klicken, um diesen und alle nachfolgenden Beiträge aufzuklappen

Die Filmgeschichte ist sehr konstruiert. Ich hatte etwas Mühe hineinzukommen und insbesondere mich in die Menschen hineinzuversetzen. Über weite Strecken hatte ich den Eindruck, Figuren und nicht Menschen zu sehen. Gesamthaft gesehen rüttelt der Film auf. Er erschüttert und er lässt ernsthaft die Frage stellen, ob eine Diktatur in Westeuropa nicht doch wieder möglich wäre. Die Bemerkung eines Jugendlichen fast am Ende des Films "Wir haben Fehler gemacht. Aber alles war nicht schlecht an der Welle" erinnert mich sehr an tatsächliche Äusserungen, wonach auch nicht alles falsch gewesen sei am Nationalsozialismus oder am DDR-Realsozialismus.

Granunaile's Wertung: 5.0 Sterne

Hier klicken, um diesen und alle nachfolgenden Beiträge aufzuklappen

Bin ähnlicher meinung wie granunaile

Zitat Granunaile (2008-04-27 15:03:43)

Über weite Strecken hatte ich den Eindruck, Figuren und nicht Menschen zu sehen.

die welle fängt stark an, wirft interessante fragen auf, verflüchtigt sich aber im mittelteil und verliert fast ganz den boden. was beim EXPERIMENT meiner meinung gelungen ist, funktioniert nicht wirklich bei DIE WELLE. Die Faszination der Schüler für die Projektwoche und die umsetzung der ideen des lehrers sind mir einfach zu simpel gestrickt. zudem fehlt mir, was genau hinter der Welle steht und zu verstehen ist. ja, toll, wir sprühen überall unser logo hin. so what? was ist die message? abgesehen vom ende des films hätte man ruhiger einen etwas weniger naiven blick gewagt.

lafrecciablu's Wertung: 3.0 Sterne

Die Welle oder "Die Veränderer, Tsunamie,..."

Meines Erachtens kann man den Film von zwei verschiedenen Standpunkten aus betrachten. Einerseits wäre da der Film, der als pure Unterhaltung fungieren soll. Auf der anderen Seite der Film, der als Lehrmedium verstanden werden will, der sich selber als Lehrfilm betrachtet.
Beide Versionen haben ihre Vor- und Nachteile. Doch der Reihe nach...

Der Film hat mich durchaus gefesselt, ich sass im Kinosessel und war gespannt darauf, wie das ganze Geschehen enden wird. Die Geschichte dürfte/sollte/muss aber nicht jedem bekannt sein: Ein Lehrer startet ein Projekt, er möchte seinen chülern zeigen, wie leicht sich auch noch in unserer Zeit Formen aus dem dritten Reich herstellen lassen. Zu erst nur doch Disziplin, später dann unter eigenem Namen und mit eigener Begrüssung. Doch das Experiment läuft aus dem
Ruder...
Diese Geschichte hat Regisseur Dennis Gansel (Napola) zusammen mit seinem Drehbuchschreiber Peter Thorwarth in die heutige Zeit und nach Deutschland verlegt. Die Schauspieler sind gut besetzt, vor allem Frederick Lau hat mich sehr in seiner Rolle als Aussenseiter überzeugt. Doch auch die Anderen Schauspieler, allen voran
Jürgen Vogel liefern die von ihnen erwartete Arbeit solide ab. Doch genau hier ist das erste Problem des Films, denn leider kommen viele der Rollen über ihre Klischeerolle nicht hinaus. Da haben wir den netten, jungen Schwimmer mit seiner Freundin, den Türken, den Schläger, die Ökodame usw... Jeder tut (meistens) genau das, was von ihm erwartet wird. Dies kann natürlich vorteilhaft sein, wenn der Film vollkommen als Lehrfilm benutzt werden soll, ist es jedoch im Kino nicht.

Auch über den Umgang mit der "Original"-Geschichte kann man streiten. Denn diese wurde durchaus variiert, sollte also jemand eine Kopie des Buches von Todd Strasser erwarten wird er enttäuscht. Doch das ist man ja inzwischen von vielen Buchverfilmungen gewohnt und ist hier auch nicht gerade schlecht gemacht, zu anfangs wirken die Dialoge jedoch sehr gestellt.

Über die Kamera und Bildgestaltung kann jedoch nicht gemeckert werden. Torsten Breuer und sein Team liefern wunderbare Arbeit ab und der gesamte Film ist wunderbar anzusehen. Bild und Musik passen perfekt aufeinander und sind einfach schön anzuschauen bzw anzuhören.

Zusammengefasst kann man sagen:
Sieht man den Film auf einem Lehrfilmlevel kann man anmerken, dass die gesamte Gegenbewegung ausser Acht gelassen wurde, dass nie wirklich erklärt wird was die Faszination der Jugendlichen an der "Welle" ausmacht, dass aber immerhin ein abschreckendes Beispiel gezeigt wird und die Figur dazu taugen.
Sollte man den Film jedoch als Unterhaltungsfilm sehen wird man sagen müssen, dass man über das Abwenden vom Original hinwegsehen kann, dass die Figuren jedoch zu oberflächlich behandelt werden und dass die Story nicht immer ganz schlüssig ist.
Wie gesagt: Zwei Standpunkte.

Ich für meinen Teil sehe den Film als Mittelding. Zwar will der Film, wie an seiner Webseite deutlich wird ganz klar als Lehrmittel benutzt werden, jedoch sollte er dies nicht ohne Vorbehalte. Denn einige Dinge (wie oben beschrieben z.B. "Was macht die Faszination aus?" oder "Wo ist die Gegenbewegung?") werden vom Film nur kurz gestreift und nie richtig erklärt. Somit ist der Film durchaus spannend und schön anzusehen, für den Inhalt sollte man sich aber einige Zeit zum nachdenken nehmen.

4 von 6 Sternen

UniversimAc's Wertung: 4.0 Sterne

Zitat th bei Pay It Forward (2001-01-22 00:00:00)

Hmm.... darf man einen Film, der eigentlich Gutes will, schlecht bewerten?!? Egal.


Das schoss mir beim Abspann von Die Welle durch den Kopf. Der Film ist nicht schlecht, aber es widerstrebt mir, ihm eine "Gut"-Wertung zu verpassen. Der Reihe nach (ganz im Sinne des Films):
Das Highlight des Films ist Jürgen Vogel. Er gibt den coolen Rainer wirklich überzeugend und sympathisch. Der Rest der Besetzung...naja...muss nicht unbedingt an denen liegen, aber die Figuren waren schwach. Ein Klischee jagt das nächste, Peinlichkeiten reihen sich an Peinlichkeiten. Ausserdem ist der Film wirklich unglaublich akribisch aufgebaut und hangelt sich von Eckpunkt zu Eckpunkt. Das ganze endet dann mit einer hervorragend umgesetzten Idee.

Spoiler zum Lesen Text markieren

Der "Amoklauf" passt wirklich ins heutige Deutschland. Die anderen Hinweise, dass der Film heute spielt, waren zu gesucht und konstruiert.


Die Welle ist ein klischierter, höchst durchschnittlicher Film geworden. Darüber täuscht auch das Hammerende nicht hinweg.
Und leider wird im Film Nazi-Deutschland viel zu selten erwähnt, etwas mehr Bezug dazu hätte gut gewirkt.

Eigentlich aufgerundete 3 Sterne, aber wegen dem Ende gebe ich 3,5 Sterne.

Ganzes Review

[Editiert von El Chupanebrey am 2008-07-29 20:53:25]

El Chupanebrey's Wertung: 3.0 Sterne

Als Buch funktioniert kann man die Gedanken besser transportieren während man beim Film die Handlungen nicht immer nachvollziehen konnte. Dass man in der ganzen Stadt Kleber verteilt kann ich mir vorstellen, doch dass man am dritten Tag des Experiments schon Polizeiautos besprüht ist unrealistisch. Von dem übergrosen Spraylogo mal ganz zu Schweigen.

Für mich waren auch einige Personen überzeichnet. Im Fall des Aussenseiters und des Pausenclowns wars sogar ober peinlich.

3.5 Sterne die ich knapp aufrunde.

sj's Wertung: 4.0 Sterne

Ich fand den Film schlicht faszinierend. Am Ende sass ich einfach nur da und war irgendwie sprachlos. Klar, dass die ganze Geschichte und die Entwicklung zu diesem Fanatismus innerhalb einer Woche stattfindet, scheint doch etwas übertrieben. Aber darum geht es ja nicht. Es wird eindrücklich gezeigt in was der Mensch sich reinsteigern kann und wie manipulierbar man ist. Jürgen Vogel spielt die Rolle des Jungen Lehrers mit einer wahnsinnigen Intensität. Der Cast der Jugendlichen fand ich auch recht gut ausgewählt. Ich stehe grundsätzlich auf deutsche Film und ev. bin ich daher nicht ganz objektiv aber das war einer der besten Filme die ich seit langer Zeit gesehen habe.

[Editiert von kobe am 2008-05-06 09:45:53]

kobe's Wertung: 6.0 Sterne

Zitat kobe (2008-05-06 09:42:49)

Es wird eindrücklich gezeigt in was der Mensch sich reinsteigern kann und wie manipulierbar man ist.


Da gibts bessere Filme, findest du nicht? Die Welle ist nicht nur unrealistisch (das ginge ja noch, liegt an der Vorlage), er ist teilweise auch schlecht gespielt und geht das Thema mit einer Möchtegern-Coolness an. Die Abgründe des Menschen wurden z.B. in Mystic River besser dargelegt.

Jürgen Vogel spielt die Rolle des Jungen Lehrers mit einer wahnsinnigen Intensität.


So einen jungen Lehrer spielt der ja gar nicht, imho. Dass er locker ist, muss nicht heissen, dass er jung ist. Seine Einstellung erinnert mich an 68er.

El Chupanebrey's Wertung: 3.0 Sterne

Die Welle

"Auf keinen Fall. Dazu sind wir viel zu aufgeklärt", antwortet ein Schüler auf die Frage des Lehrers, ob im heutigen Deutschland noch eine Diktatur möglich wäre. Rainer Wenger hat die Aufgabe, mit den Schülern eine Projektwoche zum Thema Autokratie zu machen, und ihn langweilt das genauso wie die Jugendlichen. Als Wenger, ein etwas unkonventioneller Lehrer, die Schüler so reden hört, beschliesst er kurzum, ein ganz spezielles Projekt zu starten: Die Schüler sollen selbst eine Diktatur nachspielen; am eigenen Leib erfahren, was Disziplin und Einheit bedeutet. Sehr bald sind die Jungs und Mädchen begeistert dabei und lernen die Vorzüge davon kennen, was es heisst, eine Gruppe und Gemeinschaft zu sein. Doch es dauert auch nicht lange, bis das Ganze aus dem Ruder gerät und weit mehr wird als nur ein Spiel.

1967 führte in der USA ein Geschichtslehrer tatsächlich ein solches Experiment durch und daraus enstand Todd Strassers berühmtes Jugendbuch "The Wave", das in den 80ern schonmal verfilmt wurde. Dennis Gansel ("Napola") hatte keine leichte Aufgabe, als er sich daran setzte, aus dieser Vorlage zwanzig Jahre später einen aktuellen, deutschen Film zu machen.
Die erste und wichtigste Nachricht: "Die Welle" funktioniert. Der Film erfüllt seine Aufgabe voll und ganz, indem er es fertig bringt, die Story frisch und modern zu präsentieren, sodass sie die jugendliche Zielgruppe anspricht. "Ansprechen" ist allerdings beinahe untertrieben. Denn dank einer ausgezeichneten Regiearbeit wird der Zuschauer bis zur letzten Minute gefesselt und fiebert richtig mit. Das Tempo ist zackig, aber keineswegs gehetzt. Die Bilder sind angenehm frisch und in passendem Farbton gehalten. Die Jungschauspieler sind passend besetzt und machen ihre Sache gut, auch wenn sie natürlich noch keine Marlon Brandos sind und von Jürgen Vogel als begeisterter Lehrer ohne grosse Probleme an die Wand gespielt werden. Die Handlung wurde absolut souverän in die heutige Zeit versetzt und mit ausreichend Aktualität versehen. Auch sonst hat das Drehbuch gute Arbeit geleistet, indem es das Kunststück geschafft hat, was vielen Literaturverfilmungen abhanden geht: Die neu hinzugefügten Szenen (und davon gibt es en masse) machen nicht den Eindruck, als wären sie neu hinzugefügt. Sie fügen sich problemlos ein ins Gesamtbild und ergeben einen runden, einheitlichen Film mit lumpenreiner Dramaturgie. Bravo.
Allerdings ist das Drehbuch auch schuld am einzigen richtigen Problem: Teilweise kommt die Glaubwürdigkeit zu kurz. Es geht beispielsweise etwas gar schnell mit der Begeisterung der Schüler und gewisse Reaktionen sind nur bedingt nachvollziehbar. Zusätzlich bergen die Charaktere ziemlich viele Klischees. Natürlich gibt es den Hauptcharakter aus zerrüttetem Familienhaus, natürlich gibt es den verzweifelten Aussenseiter (fand ich am überzogensten), natürlich gibt es den obercoolen Gangster, natürlich gibt es das argwöhnische Mädchen etc. Es kommt somit auch zu Konfrontationen und Dialogen, die den Zuschauer nicht gerade vom Hocker reissen und die man einfach schon oft gesehen hat. Am schwersten tue ich mich aber mit dem Ende:

Spoiler zum Lesen Text markieren

Die ganze Versammlungsszene war mir dann etwas zu viel des Guten. Wo das Buch soweit ich mich erinnere damit aufhört, dass der Lehrer allen ein riesiges Bild von Adolf Hitler zeigt, gibt sich der Film nicht mit dergleichen zufrieden und endet mit dem Ausrasten von Tim und einer anschliessenden Bluttat. Das hat auf mich etwas aufgezwungen und plakativ gewirkt. Natürlich, wenn man darüber nachdenkt, macht die Überlegung, die sich die Macher wahrscheinlich gemacht haben, durchaus Sinn: Der Film braucht noch etwas wie ein Knall zu Schluss, damit er genügend schockiert und den Zuschauer nicht so leicht davonkommen lässt. Konsequent ist es irgendwie schon. Aber trotzdem etwas unpassend und aufgezwungen, wodurch einem die Sache nicht einmal richtig nahe geht. Schade.

Fazit: Dennis Gansels "Die Welle" reisst den Zuschauer mit und trägt ihn auf ihren Wogen durch einen schockierenden Film über ein wichtiges Thema, dem es leider zeitweise an Glaubwürdigkeit fehlt. Modernes deutsches Kino auf Zack.

Weil ich gefesselt war: Abgerundete vier Sterne.

jon's Wertung: 4.0 Sterne

Sehr gute Kritik.
"Auf Zack" würde ich mit "Effekthascherei" beschreiben.

euros' Wertung: 3.0 Sterne

Zitat euros (2008-05-08 23:16:44)

Sehr gute Kritik.

Danke. :)


"Auf Zack" würde ich mit "Effekthascherei" beschreiben.

Wenn man so will.

jon's Wertung: 4.0 Sterne


Da gibts bessere Filme, findest du nicht? Die Welle ist nicht nur unrealistisch (das ginge ja noch, liegt an der Vorlage), er ist teilweise auch schlecht gespielt und geht das Thema mit einer Möchtegern-Coolness an. Die Abgründe des Menschen wurden z.B. in Mystic River besser dargelegt.


Das ist eben Geschmackssache. Mich hat der Film so richtig gepackt. Und nicht erst beid er Schlusszene. Ich verstehe dich schon, wenn du sagst: Teilweise unrealistisch. Die Zeitspanne in der sich das ganze entwickelt ist etwas gar kurz (1 Woche). Aber das hat mich überhaupt nicht gestört. Für mich war es eine grandiose symbolische Darstellung der menschlichen Psyche.


So einen jungen Lehrer spielt der ja gar nicht, imho. Dass er locker ist, muss nicht heissen, dass er jung ist. Seine Einstellung erinnert mich an 68er.


Ach komm schon, was reitest du so auf unwichtigen Sachen rum? Hätt ich halt jungGEBLIEBENER Lehrer schreiben sollen. Besser? ;)

kobe's Wertung: 6.0 Sterne

Zitat kobe (2008-05-09 09:11:22)

Ach komm schon, was reitest du so auf unwichtigen Sachen rum? Hätt ich halt jungGEBLIEBENER Lehrer schreiben sollen. Besser? ;)


Ging mir bloss darum, dass man "jung" mit "locker" gleichstellt, was ich ein bisschen eindimensional finde. No offence. Lassen wirs. ;)

[Editiert von El Chupanebrey am 2008-05-09 12:35:23]

El Chupanebrey's Wertung: 3.0 Sterne

hab "die welle" gestern auch noch geschaut und bin schlichtweg beeindruckt! geniales deutsches kino - ich muss mich zu 100% muri anschliessen und auch 6 Sterne verteilen...

siamolo's Wertung: 6.0 Sterne

@ siamolo
Das würd mich jetzt echt interessieren. Was finden an Die Welle alle so toll? Die Idee ist gut, ja, aber das war vorgegeben. Zugegeben, der Film hat seinen Reiz, aber wie kommt man auf sechs Sterne? Schon die mehr als hölzernen Schauspieler haben bei mir einigen Abzug gegeben.

El Chupanebrey's Wertung: 3.0 Sterne

Ein starker Film und dann auch noch aus Deutschland! Sowas ist echt selten. Funktioniert aber immer dann, wenn man "das Ereignis" der Deutschen irgendwie verfilmt. Hier wurde es in die Gegenwart gelegt und es fesselt. Sicher gibt es Knackpunkte und es ist gar ein wenig zackig. Auch das die Welle sich in einer Woche zu dem entwickelt ist etwas zu schnell. Doch ich denke es spricht schon das richtige Publikum an. Jugendliche können sich mit irgend einer Figur identifizieren. Es hat ja genügend, fast zuviel. An den Charakteren bleibt man nur vage hängen und versteht ihren Hintergrund meistens nicht gut. Trotzdem sieht man das Wichtigste und ich kann mir durchaus vorstellen, dass sich einige Jugendliche in solchen Umgebungen herumplagen und nicht wissen was sie sollen. Die heutige Freiheit und Freizeit wird von vielen nur vergeudet. Mir sagen viele um die 20ig, dass sie eigentlich kein Ziel oder höchstens eigene verfolgen, welche sie nicht glücklich machen. In diesem Kontext mit dem "knalligen" Ende ist dieser Film mir 6 Sterne wert.

V8 Power's Wertung: 6.0 Sterne


Beiträge suchen

Aktive Beiträge