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Beitrag Hallam Foe
Hallam Foe oder: Ich sehe was, was du nicht siehst Sigmund Freud hätte sicher seine Freude an dem schon fast ödipalen Drama des Hallam Foe gehabt. Der etwas merkwürdige Teenager, der seine Stiefmutter aufs Blut hasst und versucht, bei einer Frau zu landen, die seiner verstorbenen Mutter gleicht, das verspricht unterhaltsam zu werden. Und tatsächlich nimmt uns die Geschichte zwar nicht gerade auf einen wilden, dafür um einen umso verrückteren Trip nach Edinburgh mit. Vielleicht mag diese "mein Schwarm sieht aus wie meine Mutter und ich spannere ihr nach" nicht unbedingt jedermanns Sache sein, lustig ist es aber allemal. Man empfindet auch immer wieder Mitgefühl mit Hallam, wenn man ihn auf seinem Weg begleitet, um seine Trauer zu überwinden. Besonders hervorgehoben wird in anderen Kritiken der Soundtrack, der komplett von Bands des Franz Ferdinand-Labels Domino stammt und auf der Berlinale mit dem Silbernen Bären geehrt wurde. Ohne das zu wissen, ist mir die Musik ebenfalls sehr positiv aufgefallen. Sie hat diesen Preis eindeutig verdient. Nicht unerwähnt bleiben soll auch der lustige Animationsfilm am Anfang des Filmes. Ein kleiner Vogel schlüpft aus dem Ei, stiftet allgemein Unruhe und kehrt dann in sein Nest zurück, wo er sich auch gleich wieder in sein Ei setzt und den Deckel zumacht. Das lässt Schlimmes ahnen, doch Hallam wird sich zum Glück am Ende nicht so verhalten. Das Bonusmaterial ist sehr spärlich ausgefallen. Ein Trailer, kurze Bilder von der Fotosession an den Internationalen Filmfestspielen Berlin und Interviews mit den Hauptdarstellern und dem Regisseur scheinen mir dann doch etwas mager. Fazit: Ein Film der Spass macht über eine Zeit, die man doch gerne hinter sich lässt. |


