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Beitrag Arctic Tale

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Arctic Tale oder: Knut in Gefahr!


In den diversen Dokumentationen über Klimawandel und Erderwärmung hat ein Tier Symbolcharakter. Der Eisbär. Zwar ist er aktuell grad in einer herzigen Form im Kino (Knut und seine Freunde), wird aber meist gern von Filmemachern benutzt, die dann das Wegschmelzen des Lebensraums des Bären filmen und uns zu warnen, dass diese armen Viecher bald nichts mehr zum Leben haben.

Arctic Tale ist ebenfalls so eine Doku, in dem der Eisbär vorgeführt wird. Aber anders als bei den "Kollegen", ist dieser Film für Kinder gedacht und wird auch genau so aufgezogen. Anfänglich herzig schnüsig, dann ein wenig tragisch und am Schluss mit dem grossen Zeigefinger als Warnung. Blut fliesst keins (auch wenn der Eisbär fressen muss) und die Kinder könnten höchstens ein wenig erschrecken, wenn sich das Eisbärenmännchen auf die Hinterbeine stellt und rumbrüllt.

Gleichzeitig lernen wir auch die Walrösser kennen, von denen ebenfalls ein Junges im Mittelpunkt steht. Die ganzen Geschehnisse werden eingerahmt von einmal mehr wunderbaren Bildern der Gegend ums (eben nicht mehr so) ewige Eis und faszinierenden Aufnahmen der Tiere.

Was allerdings gewaltig nervt, ist der deutsche Kommentar. Die Dialoge wurden wohl von Fünftklässlern in der Pause aufgenommen und lassen jegliches Gefühl vermissen. Da guckt man sich mit den Kids dann doch lieber die englische Fassung an oder schaltet den Ton ganz weg.

Arctic Tale ist nichts desto Trotz ein schöner Film geworden, der wunderbare Tieraufnahmen zu bieten hat und auf schöne, kindgerechte Art mitteilt, das die Bären, Füchse und Walrösser bald kein Jagdgebiet mehr haben, wenn der Mensch sich weiter so verhält wie bisher. Wenn der üble Kommentar nicht gewesen wäre, der Film würde sich einreihen in die Reihe der tollen Dokumentationen über Arktis und Antarktis.

Ein 20-minütiges Making-Of und das Featurette über die Dreharbeiten sind recht interessant und zeigen auf, wie viel Aufwand die Macher für einen Film dieser Art betrieben haben. In den Interviews wird dann nochmals darauf eingegangen und sogar die Original-Erzählstimme Queen Latifah darf sich zum Film und natürlich zur Bedrohung äussern. Die B-Roll (Kamera hinter der Kamera) hat dann ein paar schöne Bilder auf Lager, die zeigen, dass die Filmemacher keine Mühen und Risiken scheuten, um fantastische Bilder einzufangen.

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tam's Wertung: 4 Sterne


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