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Beitrag The Kingdom

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The Kingdom oder: Such nicht zu genau, du wirst nur dreckig!


Filme, die im nahen Osten handeln, sind in letzter Zeit im Trend. Babel, A Mighty Heart und Syriana sind Beispiele des letzten Jahres, und The Kingdom fährt genau in dieser Schiene: Naher Osten, Bombenanschläge am helllichten Tag und Terroristen, welche den Amerikanern das Leben schwer machen, sind auch hier die Hauptbestandteile der Handlung. Das Resultat ist aber weit von einem packenden Thriller entfernt. Obwohl mehr geschossen wird als in den Beispielfilmen, will über lange Zeit keine Spannung aufkommen.

The Kingdom versucht, sich mitten in die heutige politische Szenerie einzugliedern und setzt die Handlung nach 9/11 an, wo die Hatz auf Bin Laden und der Krieg noch voll im Gang sind. Dabei wird versucht, dem Zuschauer die politische Situation wie auch die Quelle der Spannungen in Saudi Arabien näher zu bringen. Allzu politisch ist The Kingdom allerdings nie, nur gerade soviel, damit man begreift, weshalb gewisse Entscheide getroffen werden und wie das Regelwerk funktioniert. Das Gleiche gilt auch für die amerikanische Seite, wo kurz politische Intrigen angedeutet werden, nur um sie dann wieder zu vergessen und das FBI-Team auf den Fall loszulassen.

Der Rest des Filmes entpuppt sich als sehr chaotisch gefilmte, aber ansonsten lineare Sache, welche zuerst viel Zeit damit verbringt, das FBI-Team auf dem Tatort herumstochern zu lassen. Dabei wird das Team immer wieder vom Militär ausgebremst, was The Kingdom so gut wie jede Spannung raubt. Erst nach vielen trägen Filmminuten und Überzeugungsarbeit wird das Team mobil und macht sich auf, die Gegend um den Tatort zu erkunden. Ab da kommt endlich die lang ersehnte Spannung hinein, und mit einigen Schiessereien und Verfolgungsjagden werden dann auch ein paar recht intensive und realistisch inszenierte Szenen geboten. Dennoch, von der immer näher rückenden Deadline von fünf Tagen merkt man kaum etwas, und dass hier überhaupt ein Wettlauf gegen die Zeit stattfindet, geht nach einigen Erwähnungen komplett vergessen. Vor allem wird man den Eindruck nicht los, als ob Regisseur Peter Berg im letzten Drittel die Handlung auf Biegen und Brechen einfach noch abschliessen wollte und dabei das FBI-Team äusserst plump zur Lösung führte.

Fazit: The Kingdom bleibt auf allen Bereichen hinter den Erwartungen zurück. Das Politische wird nur am Rande gestreift, und über lange Zeit ist Leerlauf. Trotz einiger starken Sequenzen - wie dem ersten Bombenanschlag, einer Verfolgungsjagd und der abschliessenden Schiesserei - herrscht primär träge Langeweile. Unter dem Strich bleibt The Kingdom einer der vielen Politthriller, welche falsch gewichten und lange nicht das aus sich herausgeholt haben, was sie hätten bieten können. Letztendlich wird trotz einiger guter Momente nur Halbgares abgeliefert, das nicht wirklich überzeugen geschweige denn mitreissen kann.

Die DVD bietet den Film in sehr guter Bild- und Tonqualität, welche auch die Boxen rockt. Das Bonusmaterial deckt die wichtigsten Sequenzen ab und zeigt die Abschlussschiesserei und die grosse Autobahnsequenz als Multycamera-Sequenz und als Making Of. Eine mehrteilige Dokumentation über die Entstehung des Filmes, die Ausbildung der Schauspieler und die einzelnen Sequenzen geben einen umfassenden Einblick in den Film und wie er on location in Abu Dhabi entstanden ist. Eine kaum bedienbare Zeitachse rundet das sehr umfassende Bonusmaterial ab.

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db's Wertung: 3.5 Sterne

13.46 ???
Back to the future ...

euros' Wertung: 3.0 Sterne

Im Grunde wär der Streifen ja gar nicht so schlecht. Die Action (wenns dann mal überhaupt Action gibt) ist brachial, schnell gefilmt und ziemlich heftig. Der Hurra-Pathos hält sich auch in Grenzen und obendrein gibts schön gefilmte Locations und Bilder aus Abu Dhabi...ähm ich meine Riad.

Sound nice, im Grunde ja. Nur gibts einen c.a 1 stündigen Vorlauf mit langweilliger Ermittlungsarbeit, Intrigen und Probleme zwischen den Militär und Behörden sowie pseudo-sentimentaler Gefühlsdusselei in niveaulosen Dialogen und nervendem rumgeheule. Ne ganz Truppe von gestandenen Schauspielern agiert realtiv mässig durch die Gegend, bedingt aber auch dadurch das die Personnen nicht mehr zeigen müssen/dürfen. Einzig Foxx überzeugt halbwegs, da seine rolle auch deutliche mehr Scrrentime besitzt.

Fazit: Brandaktueller Polit-Actionknaller, bei dem aber einfach die Action zu kurz kommt. Was bleibt ist ne langweillige Version von CSI Saudi Arabia, die immerhin ne nette Schlusspointe zu bieten hat.

Chemic's Wertung: 3.0 Sterne

der film ist weitaus besser als ich erwartet hätte, nicht frei von klischees und typischen "vorurteilen", aber auch mit einem guten funken ehrlichkeit dahinter. nach Foxx Oscargewinn war eigentlich alles, was er anpackte grauslig bis höchst mässig. immerhin ein kleiner lichtschimmer am horizont für ihn.

pb's Wertung: 4.0 Sterne

Das ganze hatte irgendwie 50erJahre-Westerntouch.
Die edlen Araber (Indianer) und die bösen Araber, dazwischen unsere Helden die nur ihren Job machen und für die die politische Situation eh ein Rätsel bleibt ...

euros' Wertung: 3.0 Sterne

Was ist falsch daran?

jon's Wertung: Noch nicht bewertet

Zitat Dirty Harry (2008-09-26 20:47:10)

Was ist falsch daran?

Für dich wahrscheinlich nichts, persönlich ist mir das zu flach.

euros' Wertung: 3.0 Sterne


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